Studie zu Personaleffekten von Klinikprivatisierungen

Eine Studie der Universität Hamburg aus dem Jahr 2013 untersuchte die Personaleffekte deutscher Krankenhausprivatisierungen. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Anpassungen vor allem im nicht-medizinischen Bereich erfolgten und keine negativen Auswirkungen auf die Behandlungsqualität haben.

In der Studie wurden 132 Klinikverkäufe zwischen 1997 und 2007 untersucht. Von den untersuchten 132 Krankenhäusern wechselten 99 in die private und 33 in die freigemeinnützige Trägerschaft. Die Studie untersuchte Auswirkungen auf verschiedene Personalbereiche. Mögliche Auswirkungen auf die Behandlungsqualität wurden ausschließlich mit der Mortalitätsrate operationalisiert.

Personalanpassungen privater Träger richteten sich laut der Studie insbesondere auf administrative Kräfte (minus 19 Prozent) und nicht-klinische Stellen (minus 38 Prozent). Die Zahl der Krankenpfleger wurde in vier Jahren um durchschnittlich 11 Prozent reduziert. Bei einem Wechsel zu freigemeinnützigen Trägern wurden administrative Stellen um ein Prozent, nicht-klinische Stellen um fünf Prozent und Stellen im Pflegebereich um ein Prozent reduziert. Ärzte waren von den Kürzungen generell nicht betroffen. Kein Trägerwechsel hatte einen negativen Einfluss auf die Mortalitätsrate.

Den Volltext der Studie können Sie hier herunterladen.
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