Reha in der Pflegebegutachtung

Im Antragsverfahren für Leistungen der Pflegeversicherung wird die Pflegebedürftigkeit des betroffenen Versicherten gutachterlich bewertet. In dieser Begutachtung muss auch der Rehabilitationsbedarf festgestellt werden.

Seit Januar 2015 wird flächendeckend nach dem „Optimierten Begutachtungsstandard  (OBS)“ begutachtet. Dieser umfasst die Themenbereiche: Schulung, Unterlagen, Vorinformation, Hausbesuch, Nachbereitung, ärztliche Entscheidung. Das Kernstück sei ein bundeseinheitliches professionsübergreifendes Schulungscurriculum für die pflegefachlichen und ärztlichen Gutachter. Mit dem PSG II wurde die Verwendung eines einheitlichen Verfahrens, wie des OBS, verpflichtend geregelt.

Für 2014 wird über einen Anstieg der Reha-Empfehlungen auf 0,56 Prozent (2013: 0,41 Prozent) berichtet. Dieser Anstieg ist hoffentlich nur der Anfang, denn das Niveau ist immer noch zu niedrig und entspricht nicht dem Anstieg der Zahl der Pflegebedürftigen. Auch wenn der GKV-Spitzenverband betont, dass es keine empirisch abgesicherten Ergebnisse zur  Höhe des Reha-Potenzials bei Antragstellern auf Pflegebedürftigkeit gebe, ist davon  auszugehen, dass bei 1,3 Millionen. Begutachtungen mehr als 7.300 Versicherten Empfehlungen für Leistungen der medizinischen Rehabilitation ausgesprochen werden sollten.
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