BDPK beim AMEOS-Abend
Beitragsstabilität braucht Realitätssinn
Beim Parlamentarischen Abend von AMEOS stand die wirtschaftliche Zukunft der Krankenhausversorgung im Fokus. BDPK-Hauptgeschäftsführer Thomas Bublitz betonte die Notwendigkeit eines Abbaus zentraler Personalvorgaben für mehr Spielraum und Effizienz.
In Berlin trafen sich auf Einladung des Klinikkonzerns AMEOS-Vertreterinnen und -Vertreter aus Politik, von Kostenträgern und Krankenhäusern zum Parlamentarischen Abend, um über die Herausforderungen der Krankenhausversorgung offen zu diskutieren – von Personalbemessung und Bürokratie bis hin zu Vergütungsmodellen und Investitionsfragen.
Auf dem Podium saßen AMEOS-CEO Axel Paeger, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Prof. Henriette Neumeyer, BDPK-Hauptgeschäftsführer Thomas Bublitz sowie der Bun- destagsabgeordnete Sebastian Schmidt (CDU). Bibliomed- Chefredakteur Florian Albert moderierte die Veranstaltung. Die wichtigsten Forderungen des Abends lauteten: Streichung der zentralistischen Personalvorgaben, Abschaffung des Fixkostendegressionsabschlags und der unteren Grenzverweildauer. Kritisch gesehen wurden auch die Vorhaltefinanzierung und die aktuellen Regelungen zu Hybrid-DRG.
Sebastian Schmidt verwies in seinem einleitenden Beitrag auf den Reformbedarf im Gesundheitssystem bei gleichzeitiger Wahrung der Beitragssatzstabilität. Der BDPK unterstützt dies, Einsparungen dürfen jedoch nicht zulasten der Kliniken und Beschäftigten gehen.
In der nachfolgenden Diskussionsrunde wurde deutlich, dass Krankenhäuser weiterhin unter erheblichem wirtschaftlichen Druck leiden. Steigende Personalkosten, wachsende Sach- und Investitionsaufwendungen sowie zunehmende Anforderungen an Digitalisierung und Qualitätssicherung belasten viele Einrichtungen. Gleichzeitig müssen Kostenträger und Politik Wege finden, die Beitragssätze stabil zu halten. Die Diskussion zeigt die Bedeutung effizienter Versorgungs- strukturen. Der Gesetzgeber ist gefordert, durch Abbau zentraler Personalvorgaben den nötigen Handlungsspielraum zu schaffen.
