Warum Qualität in der Rehabilitation zählen muss
Gute Rehabilitation darf nicht über den niedrigsten Preis definiert werden. Reha-Einrichtungen investieren in qualifiziertes Personal, moderne Ausstattung, gute Therapieangebote und die kontinuierliche Weiterentwicklung ihrer Behandlung. Gleichzeitig wird Qualität in der Rehabilitation umfassend gemessen. Wenn Qualität gemessen wird, muss sie auch bei der Entscheidung über die Belegung und Vergütung von Reha-Einrichtungen eine Rolle spielen. Aus Sicht des BDPK braucht es deshalb einen echten Qualitätswettbewerb in der Rehabilitation.
Qualität muss sichtbar sein
Qualitätsunterschiede müssen anhand aussagekräftiger und vergleichbarer Daten erkennbar sein und transparent gemacht werden
Qualität muss bei der Belegung zählen
Wenn Qualitätsdaten vorhanden sind, müssen sie auch bei der Entscheidung über die Belegung von Reha-Einrichtungen berücksichtigt werden.
Qualität muss sich in der Vergütung widerspiegeln
Gute Qualität in der Rehabilitation erfordert qualifiziertes Personal, verlässliche Strukturen und wirksame therapeutische Angebote und sollte sich deshalb auch angemessen in der Vergütung widerspiegeln. Eine qualitätsorientierte Vergütung schafft zudem Anreize, hohe Standards dauerhaft zu sichern und die Versorgung der Patientinnen und Patienten kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Gute Qualität braucht faire Wettbewerbsbedingungen
Ein Wettbewerb, der vor allem über den Preis geführt wird, setzt andere Anreize als ein Wettbewerb, in dem Qualität und Behandlungsergebnisse zählen.
Häufige Fragen zum Qualitätswettbewerb
Was bedeutet Qualitätswettbewerb in der Rehabilitation?
Qualitätswettbewerb bedeutet, dass Reha-Einrichtungen nicht allein über den Preis miteinander konkurrieren. Entscheidend sollte auch sein, welche Qualität und welche Ergebnisse sie für die Patientinnen und Patienten erreichen.
Warum sollte der Preis nicht das wichtigste Kriterium sein?
Eine Rehabilitation ist eine komplexe medizinische und therapeutische Leistung. Ein niedriger Preis sagt allein wenig darüber aus, wie erfolgreich eine Rehabilitation ist. Entscheidend ist das Verhältnis von guter Versorgung, Qualität und Ergebnis.
Warum sollte Ergebnisqualität bei der Belegung berücksichtigt werden?
Wenn eine Einrichtung nachweislich gute Ergebnisse erzielt, sollte sich dies auch bei der Belegung durch die Kostenträger widerspiegeln. Nur dann entstehen ein wirtschaftlicher Anreiz, Patientinnen und Patienten die Bestmögliche Versorgung zu bieten und Qualität kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Wer profitiert von einem stärkeren Qualitätswettbewerb?
Von einem Qualitätswettbewerb profitieren vor allem die Patientinnen und Patienten. Reha-Einrichtungen erhalten gleichzeitig einen stärkeren Anreiz, in Personal, Behandlung, Ausstattung und Innovation zu investieren.
Gibt es bereits Qualitätsdaten zu Reha-Einrichtungen?
Ja. Die verschiedenen Qualitätssicherungssysteme erfassen umfangreiche Daten zur Qualität von Reha-Einrichtungen. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, diese Informationen stärker für die qualitätsorientierte Belegung und Vergütung nutzbar zu machen. Unabhängige Qualitätsinitiativen wie z.B. DAS REHA-Portal werten die Qualität der teilnehmenden Reha-Einrichtungen regelmäßig und objektiv aus, stellen die Ergebnisse transparent dar. DAS REHA-Portal legt bei der Qualitätsmessung einen besonderen Fokus auf die Patient Reported Outcome Measures (PROMs), um die Patientenperspektive in der Ergebnisqualität noch unmittelbarer abzubilden.
Was fordert der BDPK?
Der BDPK setzt sich dafür ein, dass die Ergebnisse der Qualitätssicherung bei der Belegung und Vergütung von Reha-Einrichtungen eine größere Rolle spielen. Dabei sollte insbesondere die Ergebnisqualität, also der tatsächlich erreichte Behandlungserfolg für die Patientinnen und Patienten, stärker in den Mittelpunkt rücken.