Rahmen & Struktur

Die Krankenhausversorgung in Deutschland

Die Krankenhausversorgung wird derzeit durch etwa 1.950 Krankenhäuser sichergestellt. Diese Krankenhäuser befinden sich zu jeweils einem Drittel in öffentlicher, freigemeinnütziger und privater Trägerschaft.

Die Vorhaltung von Krankenhäusern ist ein wesentliches Element der staatlichen Daseinsvorsorge. Jedes Krankenhaus erhält basierend auf den Krankenhausplänen der Bundesländer einen genau definierten Versorgungsauftrag (Fachabteilungen, medizinische Leistungsschwerpunkte, Notfallversorgung). Um mit den begrenzten finanziellen Mitteln eine hohe Qualität der medizinischen Versorgung zu garantieren, nehmen Bund und Länder alle Krankenhäuser in die Pflicht, nach strengen wirtschaftlichen Parametern zu handeln und zu behandeln. Die Krankenhausbetreiber wirken in diesem Sinne eigenverantwortlich für eine qualitativ hochwertige medizinische Patientenversorgung zu sozial tragbaren Pflegesätzen. Dadurch ergibt sich eine bundesweit flächendeckende Krankenhausversorgung.

Mit dem erteilten Versorgungsauftrag ist jedes Krankenhaus unabhängig von seiner Trägerschaft dazu verpflichtet Patienten medizinisch zu behandeln. Eine Bevorzugung von Patienten mit hoher Fallschwere mit dem Ziel der Gewinnmaximierung ist somit nicht möglich.

Die Krankenhausversorgung ist nach dem Subsidiaritätsprinzip organisiert. Damit trägt der Staat die Verantwortung für eine umfassende Krankenhausversorgung der Bevölkerung. Die Gewährleistung dieser medizinischen Versorgungsleistung erfolgt durch kirchliche, private und öffentliche Krankenhausträger.

Als Grundsatz ist dabei gesetzlich festgelegt, dass die Krankenhäuser vom jeweiligen Träger in wirtschaftlicher Eigenverantwortlichkeit betrieben werden.

Wettbewerb im Gesundheitswesen sichert gute medizinische Versorgung

Das wettbewerblich orientierte Gesundheitswesen ist eine politische Entscheidung, die sich gesetzlich manifestiert. Der gesetzliche Rahmen, § 1 des Krankenhausfinanzierungsgesetzes (KHG) und §§ 111 SGB V, 19 SGB IX legen fest, dass Krankenhäuser eine qualitativ hochwertige, patienten- und bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen haben. Dies sollen qualitativ hochwertige und eigenverantwortlich wirtschaftende Krankenhäuser gewährleisten und zu sozial tragbaren Pflegesätzen beitragen.

Der Wettbewerb ist zu recht auch auf das Gesundheitswesen übertragen worden. Ein wettbewerbliches Gesundheitswesen entfaltet positive Steuerungswirkung in einem System, in dem zur Versorgung kranker Menschen nur begrenzte Ressourcen zur Verfügung stehen. Wettbewerb zwingt die Leistungserbringer im positiven Sinne:

  • zu mehr Patientenorientierung,
  • zur sofortigen Verfügbarkeit von qualitativ hochwertiger medizinischer Gesundheitsversorgung. Dies ist nur vom medizinischen Bedarf im Einzelfall abhängig, nicht von der Höhe des Einkommens des Einzelnen.
  • zur innovativen Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung und zur schnellstmöglichen Verfügbarkeit für alle Bevölkerungsgruppen,
  • zu einem effizienten Mitteleinsatz durch die wirtschaftliche Eigenverantwortung der Leistungserbringer und damit zu einer bezahlbaren Gesundheitsversorgung.

Deshalb ist der Wettbewerb im Gesundheitswesen ein sinnvoller ordnungspolitischer Rahmen für eine leistungsfähige und bezahlbare Gesundheitsversorgung mit gleichzeitig vielen anspruchsvollen Arbeitsplätzen. Dafür müssen Krankenhäuser unternehmerisch handeln. Nur so wird eine leistungsfähige Gesundheitsversorgung für jedermann zu vertretbaren Preisen gewährleistet.

In Folge einer immer älter und kränker werdenden Gesellschaft steigt der Bedarf nach qualifizierten Gesundheitsdienstleistungen. Dieser Bedarf ist nur über ein flexibles und leistungsfähiges Gesundheitswesen zu decken. Ein planwirtschaftlich reguliertes System der Gesundheitsversorgung durch den Staat wird diesen Herausforderungen nicht gerecht und bietet keine Alternative zum wettbewerblich organisierten Gesundheitswesen.

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