Planungsrelevante Qualitätsindikatoren

Seit dem 1. Januar 2017 gibt es das Verfahren der planungsrelevanten Qualitätsindikatoren als Instrument der stationären Qualitätssicherung. Bundesländer können dadurch bei der Krankenhausplanung ergebnisorientierter die Qualität der medizinischen Versorgung einer Klinik mitberücksichtigen.

Die Krankenhäuser liefern quartalsweise Daten für elf Qualitätsindikatoren aus den Bereichen Geburtshilfe, gynäkologische Operationen und Mammachirurgie. Auf Grundlage dieser Berichte hat der G-BA am 31. Oktober 2018 erstmals die planungsrelevanten Qualitätsergebnisse für das Ersterfassungsjahr 2017 veröffentlicht. Aus diesen geht hervor, bei welchen Krankenhausstandorten die Versorgungsqualität im Jahr 2017 als unzureichend eingestuft wurde. Diese erste Veröffentlichung hat jedoch zu erheblichen Fehlinterpretationen der Ergebnisse und in der Folge zu Fehlinformationen und Verunsicherungen der Öffentlichkeit geführt. Die Berichterstattung der Presse hatte umfangreiche Gegendarstellungen betroffener Krankenhäuser zur Folge. Auf Antrag der DKG hat der G-BA noch im Dezember 2018 die Überprüfung und Überarbeitung des Verfahrens für planungsrelevante Qualitätsindikatoren beschlossen. Es sind Änderungen im Verfahren der Datenvalidierung und der Datenbewertung sowie bei der Ergebnisdarstellung notwendig. Der BDPK spricht sich ausdrücklich für einen stärkeren Fokus auf die Qualität der Leistungserbringung in der Krankenhausplanung aus. Bei den bisherigen Qualitätsindikatoren muss jedoch noch nachgebessert werden, denn es handelt sich ausschließlich um Indikatoren der Prozess- und Strukturqualität, die zum Teil bereits als Indikatoren der externen stationären Qualitätssicherung umstritten waren. Um die tatsächliche Versorgungsqualität in Krankenhäusern abbilden zu können, müssen zudem aussagefähige und risikoadjustierte Indikatoren der Ergebnisqualität genutzt und ggf. neu entwickelt werden. Auch hat die Berichterstattung zu den ersten Ergebnissen der planungsrelevanten Qualitätsindikatoren gezeigt, dass eine verantwortungsbewusste Veröffentlichung nur mit einer ausreichenden Kommentierung sowie weiteren Erläuterungen erfolgen erfolgen darf.