Fallpauschalenkatalog / PEPP-Entgeltkatalog

Der Fallpauschalenkatalog und der PEPP-Entgeltkatalog 2019 wurden der Selbstverwaltung am 7. September 2018 vom InEK vorgestellt. Nach Beratungen der Fach- und Entscheidungsgremien wurden die Kataloge von der Selbstverwaltung vereinbart und auf der Internetseite des InEK veröffentlicht.

Fallpauschalenkatalog 2019

Die Zahl der Fallpauschalen hat sich um 26 auf 1.318 DRGs erhöht. Schwerpunkte der klassifikatorischen Umbauten betrafen insbesondere die Aufwertung von Extremkostenfällen. Die Absenkung der Sachkosten erfolgte wie im letzten Jahr (Division durch 60 Prozent der Differenz zum durchschnittlichen Basisfallwert 2018 erhöhte Bezugsgröße). Die Zusatzentgelte für Pflegebedürftigkeit haben sich in ihren Preisen geringfügig verändert (ZE 162 von 107,14 Euro auf 106,06 Euro, ZE 163 von 219,56 Euro auf 228,58 Euro).


PEPP-Entgeltkatalog 2019

Im Bereich des PEPP-Entgeltkatalogs wurden wie im Vorjahr nur geringfügige Veränderungen in Form von textlichen Anpassungen vorgenommen. Die Anzahl der PEPP blieb identisch und ist bei 36 (ohne Fehler und sonstige PEPP) geblieben. Im Bereich der bewerteten Zusatzentgelte (ZP) der Anlage 3 zum PEPP-Katalog hat sich die Anzahl in Folge von Verschiebungen in die Anlage 4 (3 ZP) und aus der Anlage 4 (2 ZP) auf insgesamt 51 reduziert.


Ausgliederung der Pflege aus den Fallpauschalen ab 2020

Mit der Ausgliederung der Pflegepersonalkosten aus dem Vergütungssystem und der Schaffung eines neuen Pflegebudgets wurde mit dem PpSG eine grundlegende Neuausrichtung der Krankenhausfinanzierung beschlossen. Der BDPK kritisiert, dass hierdurch für den willkürlich gegriffenen Bereich der Pflegepersonalkosten die Selbstkostendeckung wiedereingeführt wird. Das DRG-System wird hierdurch zerstört, ohne dass es eine sinnvolle Alternative gäbe. Viele wichtige Fragen sind noch ungeklärt: Werden zukünftig mehrere Kataloge kalkuliert? Wie wird mit der Sachkostenkorrektur umgegangen werden? Was sind die Folgen für weitere Versorgungsbereiche wie der Rehabilitation? Wie wird die Politik mit der Forderung weiterer Berufsgruppen umgehen, ebenfalls unabhängig von den Fallpauschalen vergütet zu werden? Sicher scheint, dass sich mit der vorgesehenen Ausgliederung erhebliche Verschiebungen im DRG-Katalog ergeben werden.