Pflege in Krankenhäusern und Reha-Kliniken zielgerichtet stärken

Der Gesundheitsausschuss des Bundestages beschäftigt sich heute mit der angespannten Situation der Pflege in deutschen Krankenhäusern und in der Altenpflege. Anträge der Fraktionen DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sehen u.a. vor, in Krankenhäusern eine verbindliche Personalbemessung einzuführen. Der BDPK lehnt die Einführung starrer Personalvorgaben für Krankenhäuser ab.

Dazu Hauptgeschäftsführer Thomas Bublitz: „Gesetzlich vorgeschriebene Personalzahlen werden die hohe Arbeitsverdichtung und Belastung der Pflegekräfte in den Krankenhäusern nicht wirklich ändern. Viel wichtiger ist ein Umdenken aller Akteursgruppen im Bereich der medizinischen Gesundheitsversorgung, um die Pflege in Krankenhäusern und Rehakliniken langfristig zu stärken.“

In seiner Stellungnahme fordert der BDPK mit konkreten gesundheitspolitischen Maßnahmen, die Situation der Pflege gezielt und nachhaltig zu verbessern:

•    Die im heutigen Finanzierungssystem enthaltenen Elemente der Unterfinanzierung müssen beseitigt werden.

•    Die Pflege sollte mit einem gezielten Sofortprogramm ausreichend gefördert werden.

•    Förderprogramme dürfen die Pflege in Rehabilitationskliniken nicht ausschließen.

•    Der Pflegeberuf muss von bürokratischen und anderen pflegefernen Tätigkeiten entlastet werden. Neben einem Mehr an Geld ist es für die Attraktivität des Berufs wichtig, ihn interessant und abwechslungsreich zu gestalten.

Die Stellungnahme des BDPK zur öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Gesundheit des Bundestages am 18. April 2018 zu den Anträgen der Fraktionen DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ist hier nachzulesen.


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