BDPK-Positionspapier zur Reform der Pflegeberufe

Das Gesetz zur Reform der Pflegeberufe (Pflegeberufereformgesetz - PflBRefG) ist am 24. Juli 2017 im Bundesgesetzblatt veröffentlich worden. Danach sollen sich Auszubildende ab dem Jahr 2020 zwischen einer generalistischen Pflegeausbildung, einer Alten-/ Kinderpflegeausbildung und einer hochschulischen Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann entscheiden können.

Ein Entwurf für eine Ausbildungs- und Prüfungsverordnung liegt bisher noch nicht vor. Diese wird derzeit in einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe diskutiert. Da im Vorfeld der Verabschiedung des Pflegeberufegesetzes ein Parlamentsvorbehalt verabredet wurde, wird die Verordnung im Bundestag zur Diskussion gestellt. Der aktuelle Zeitplan sieht die Monate März/April 2018 dafür vor. Die Verabschiedung der Verordnung durch den Bundestag ist bis Sommer 2018 geplant.

Der BDPK fordert, dass auch nach der Reform gewährleistet sein muss, dass Pflegekräfte vollumfänglich und ohne zusätzliche Nachqualifikation einsetzbar bleiben. In einem Positionspapier (Anlage) sind die Forderungen sowie Hinweise des BDPK zur Ausgestaltung der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung zusammengefasst:

  • Sofortige Einsetzbarkeit aller Pflegekräfte im Anschluss der Ausbildung,
  • bundesweite Vereinheitlichung,
  • praktische Prüfung als Simulation in einer standardisierten Parcoursprüfung.
  • Die Wahlfreiheit der Auszubildenden hinsichtlich ihres Abschlusses muss auch die Planungssicherheit der Träger der praktischen Ausbildung berücksichtigen.
  • Eine ausreichende Vorqualifikation von Bewerberinnen und Bewerbern sowie zusätzliche Ausbildungswege als Pflegeassistent/in oder Pflegehelfer/in.
  • Alle Ausbildungszweige müssen gleichermaßen im Ausland anerkannt werden.


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