Studie der Stiftung Münch zur Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen

Die Stiftung Münch hat im November die Studie "Sicherstellung der Gesundheitsversorgung in ländlich geprägten Regionen: Neue Modelle und Maßnahmen" vorgestellt. Sie untersucht, welche neuen Lösungen zur Gestaltung der Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen aktuell erprobt und genutzt werden.

In der Studie des interdisziplinären Teams unter der Leitung von Carolin Auschra zeigt sich, dass der Großteil der neuen Lösungsansätze innerhalb der Grenzen eines bestehenden Sektors agiert. Sektorenübergreifende Modelle bilden die Ausnahme. Überwiegend werden traditionelle Versorgungsmodelle wie Krankenhaus oder Einzelpraxis mit neuen Formen (darunter MVZ, kommunale Eigeneinrichtung, Zweigpraxis) kombiniert, um eine stärkere Arbeitsteilung der Ärzte zu ermöglichen. Zusätzlich werden organisatorische Elemente eingesetzt wie Case Management, Telemedizin oder die Delegation einzelner Aufgaben an nichtärztliche Berufsgruppen.

Die Autoren erwarten eine Verstärkung folgender Trends, die gleichzeitig zur Sicherstellung der Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen beitragen können:

•    Zunahme von ambulant-ärztlichen Tätigkeiten im Angestelltenverhältnis,

•    Zunahme von professionsübergreifender Zusammenarbeit,

•    zunehmende Bedeutung von Telemedizin als Möglichkeit der Distanzüberbrückung,

•    zentralere Rolle von Krankenhäusern in ländlichen Regionen, insbesondere auch in der ambulanten Versorgung und

•    zunehmende Wichtigkeit von Managementkompetenzen zur Gestaltung von neuen Versorgungsmodellen, z.B. zur Koordination der Zusammenarbeit unterschiedlicher Leistungserbringer und weiterer Partner.

Die Studie kann hier nachgelesen werden.

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