Geriatrische Rehabilitation

Die Bundesregierung will prüfen, ob die Pflegeversicherung sich an den Kosten der geriatrischen Rehabilitation beteiligen soll. Damit würde eine konsequente Umsetzung der Grundsätze Prävention vor Rehabilitation vor Pflege erreicht. Bei der Umsetzung muss gewährleistet sein, dass die angedachten Veränderungen sämtlichen Rehabilitationsformen zugute kommen, die zur Vermeidung von Pflegebedürftigkeit erbracht werden, und dass sich die Veränderungen nicht nur auf die geriatrische Rehabilitation beschränken.

Ziel sollte es sein, für Versicherte einen adäquaten Zugang zu Rehabilitationsleistungen sicherzustellen, mit denen Pflegebedürftigkeit vermieden oder verschoben werden kann. Dabei darf es nicht darauf ankommen, in welcher Rehabilitationsfachabteilung die Leistung erbracht wird. Nicht jeder ältere Patient ist ein geriatrischer Patient. Die Rehabilitationsmedizin insgesamt verfolgt einen ganzheitlichen, teilhabeorientierten Ansatz auf der Grundlage der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF). Indikationsspezifische Fachabteilungen verfolgen ebenso wie geriatrische Fachabteilungen das Ziel, Pflege zu vermeiden.

Versicherte haben auch nach einer geriatrischen Krankenhausbehandlung einen Anspruch auf medizinische Rehabilitation. Die privaten Klinikunternehmen fordern eine rechtskonforme Anwendung des § 40 SGB V durch die Krankenkassen. 

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