Reha hat hohen Nutzen für die deutsche Volkswirtschaft

Mit rund 500 Millionen Euro kann die orthopädische Reha bei Rückenschmerzen die Volkswirtschaft und damit die Steuer- und Beitragszahler in Deutschland entlasten.

Das belegt eine aktuelle Studie der AOK Baden-Württemberg, der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg (DRV) und des Instituts für Rehabilitationsmedizinische Forschung an der Universität Ulm (IFR Ulm). Erstmals sind damit die finanziell positiven Effekte von Reha durch eine kontrollierte Vergleichsstudie für die Volkswirtschaft nachgewiesen.

Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg unterstreicht in einer Pressemitteilung anlässlich der Studie „Nachweis der orthopädischen Rehabilitation chronischer Rückenschmerzen anhand eines neuen Kontrollgruppenvergleichs“ den großen Nutzen von Reha: „Nun ist definitiv belegt: Wer sich für eine Reha entscheidet, handelt sich selbst, seinem Arbeitgeber und der gesamten Gesellschaft gegenüber höchst verantwortungsbewusst.“

Der wissenschaftliche Vergleich macht deutlich, dass Menschen mit chronischen Rückenschmerzen nach einer Reha ihre Gesundheit nachhaltig stabilisieren. In den ersten beiden Jahren nach der Reha fehlen sie krankheitsbedingt 14 Tage weniger als diejenigen, die bei gleicher Diagnose auf eine Reha verzichtet haben. Die anfänglichen Mehrkosten durch die Reha würden später durch weniger Krankheitstage und Krankenhausbehandlungen in den folgenden zwei Jahren wieder mehr als aufgewogen, so Dr. Rainer Kaluscha vom IFR Ulm.

Mit dem wissenschaftlichen Nachweis, dass Reha nicht nur einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag leistet, sondern auch ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Erwerbsleben verhindern kann und Altersarmut entgegenwirkt, steht einem positiven Umdenken bei Politik und Unternehmen in Sachen Reha nichts mehr im Wege. So die berechtigte Hoffnung von Andreas Schwarzer, Erster Direktor der DRV Baden-Württemberg.

Die Kurzfassung der Studie „Nachweis der orthopädischen Rehabilitation chronischer Rückenschmerzen anhand eines neuen Kontrollgruppenvergleichs“ finden Sie in der Anlage als pdf zum Nachlesen.


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