Fallpauschalenkatalog / PEPP-Entgeltkatalog

Am 1. September 2017 stellte das InEK den Partnern der Selbstverwaltung die Vorabversion des Fallpauschalenkatalogs 2018 sowie des PEPP-Entgeltkatalogs vor. Nach Beratungen der Fach- und Entscheidungsgremien wurden die Kataloge von der Selbstverwaltung vereinbart und auf der Internetseite des InEK veröffentlicht.

Die Gesamtzahl der DRGs stieg um 37 Fallpauschalen an. Der Katalog für Hauptabteilungen umfasst jetzt 1.245 DRGs. Die DRGs im Katalog für belegärztliche Leistungen sind auf 824 angestiegen (2017: 814). Umbauten erfolgten durch die Teilung von Fallpauschalen im Bereich der Wirbelsäulenbehandlung und Beatmung. Die mit dem KHSG eingeführte Absenkung/Abstufung von Sachkosten wurde entsprechend der Vereinbarung der Selbstverwaltung auf 60 Prozent der Differenz zum einheitlichen Basisfallwert erhöht (2017: 50 Prozent). Zusätzlich wurden zwei neue Zusatzentgelte geschaffen, die der besseren Abbildung der Pflege im DRG-System dienen sollen. Der Vorschlag geht auf die Expertenkommission Pflege beim BMG zurück, die beschlossen hatte, zur Abbildung eines erhöhten Pflegeaufwands im DRG-System, die Pflegebedürftigkeit nach Pflegestufen/Pflegegraden zu verwenden.

Im Bereich des Psych-Entgeltsystems wurden im Vergleich zum Katalog des Vorjahres nur geringfügige Veränderungen vorgenommen. Die Anzahl der vollstationären PEPP ist von 34 auf 36 angestiegen. Zurückzuführen ist dies auf einen Umbau der PEPP im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Zusätzlich wurden neue Anlagen für den durch das PsychVVG geschaffenen neuen Versorgungsbereich der stationsäquivalenten Behandlung aufgenommen.

Zuletzt hat der Gesetzgeber häufiger nachträglich in die Kalkulationsautonomie des InEK eingegriffen und politisch motivierte Nachsteuerungen im DRG-System vorgenommen. Wichtige Beispiele hierfür sind die nachträgliche Absenkung von Sachkosten sowie die Absenkung/Abstufung von Bewertungsrelationen. Diese willkürlichen Eingriffe sind mit der Ausgestaltung des DRG-Systems als Preissystem nicht vereinbar und stellen die bestehende hohe Akzeptanz des DRG-Systems infrage. Der BDPK spricht sich zusätzlich dafür aus, einen Wechsel des DRG-Katalogs nur noch alle zwei Jahre durchzuführen, da er mittlerweile über einen hohen Reifegrad verfügt. Ein Katalogwechsel alle zwei Jahre erhöht zudem die Planungssicherheit der Krankenhäuser. Perspektivisch sollte dies auch für den PEPP-Katalog sowie den Katalog der Investitionsbewertungsrelationen angestrebt werden.


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