Kolumne von Thomas Bublitz

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Wir alle erleben gerade große Herausforderungen und Unsicherheiten. Dennoch wage ich eine Prognose: Auch, wenn die Gefahren sehr ernst sind, können wir doch davon ausgehen, dass die Menschen in Deutschland medizinisch gut versorgt werden und keine Katastrophe eintritt.

Denn die Politik handelt besonnen, Bund, Länder und Kommunen arbeiten Hand in Hand, wichtige Entscheidungen werden zeitnah getroffen. Die Versorgungskette ist eingespielt und die Kliniken sind gut aufgestellt. Ich persönlich bin zuversichtlich, dass wir die Krise überwinden werden, weil ich Vertrauen in das deutsche Gesundheitssystem und in unsere Gesellschaft habe. Sicherlich wird unser Land jetzt einem extremen Stresstest unterzogen, doch Deutschland steht im internationalen Vergleich offensichtlich sehr gut da. Zwar zeigen sich jetzt die Wirkungen von Nachlässigkeiten und Fehlentscheidungen besonders heftig. Aber sie werden eben auch deutlicher als sonst erkannt. Deshalb hat es mich auch nicht gewundert, dass als eine der ersten Maßnahmen die Pflegepersonaluntergrenzen ausgesetzt wurden. Wir lernen jetzt schneller.

Das wünsche ich übigens auch dem SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach, der Anfang März in einem Fernseh-Interview meinte, dass private Klinikträger Corona-Patienten ungern aufnehmen würden, um lukrativere Patienten nicht zu verlieren. Was für eine unnötige Polemik! Gerade bei einer außergewöhnlichen Belastung wie jetzt zeigt es sich, dass wir es uns nicht leisten können, die ohnehin knappen Ressourcen suboptimal einzusetzen. Und gerade jetzt wird deutlich, wie wichtig eine leistungsfähige flächendeckende Krankenhaus- und Notfall-Versorgung ist – zu der die privaten Klinikträger nicht unerheblich beitragen, die hunderte marode deutsche Krankenhäuser aus wirtschaftlicher Not herausgeführt haben und damit einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Versorgung leisten. 

Auch das zeigt uns die Krise schon jetzt: Eine sach- und lösungsorientierte Grundhaltung und Arbeitsweise bringen mehr als laute Scharfmacher, die sich nicht um die Wahrheit kümmern.

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