Reha und Vorsorge

Koalitionsvertrag mit guten Impulsen für eine Stärkung der Rehabilitation

Wichtige Zielvorhaben für die medizinische Rehabilitation sind von der Bundesregierung in den Koalitionsvertrag aufgenommen worden. Der BDPK begrüßt dies als einen wichtigen Grundstein für die weitere Stärkung der Rehabilitation in Deutschland. Besonders zu begrüßen sind folgenden Pläne:

  • Der Grundsatz Prävention vor Reha vor Rente hat einen hohen Stellenwert. Zudem werden Rehamaßnahmen stärker auf den Arbeitsmarkt ausgerichtet und die unterschiedlichen Sozialversicherungsträger zu Kooperationsvereinbarungen verpflichtet. Dieses kooperative Handeln ebnet den Weg zur Überwindung der Sektorengrenzen für eine bestmögliche Versorgung der Bevölkerung;
  • die Aus- und Weiterbildung von Pflegekräften in Rehakliniken zu ermöglichen – eine Forderung, die der BDPK seit Langem gegenüber der Politik vertritt. Hier müssen Reha-Kliniken sowohl für die Ausbildung von Pflegekräften und Psychotherapeuten sowie für die Weiterbildung von Ärzten zugelassen werden, um so dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
  • den Zugang zu Maßnahmen der Rehabilitation der Rentenversicherung zu vereinfachen sowie das Reha-Budget bedarfsgerechter auszugestalten. Das heißt, dass Regelungen, wonach das Budget des Folgejahres bei Überschreitungen verkleinert wird, wird ersatzlos gestrichen werden müssen. Der Zugang zur Reha sollte unbürokratisch durch eine direkte Einleitung des behandelnden Arztes oder eines Betriebsarztes erfolgen.

Corona-Pandemie: Herausforderungen für Reha- und Vorsorgeeinrichtungen nach wie vor groß

Der Gesetzgeber hat auch in diesem Berichtsjahr mit zahlreichen Gesetzen und Verordnungen die Reha- und Vorsorgeeinrichtungen bei der Bewältigung der Corona-Pandemie unterstützt. Reha- und Vorsorgeeinrichtungen hatten jedoch bei der Inanspruchnahme mit erschwerten Bedingungen zu kämpfen. So gelten für die Renten- und Unfallversicherung andere Unterstützungsmaßnahmen als für die Krankenversicherung. Die PKV wird überhaupt nicht an solchen…

Umsetzung GKV-IPReG: Verhandlungen zu Rahmenempfehlungen

Mit dem Ende 2020 in Kraft getretenen Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz (GKV-IPReG) erfährt die medizinische Rehabilitation durch den Bundesgesetzgeber eine maßgebliche Verbesserung. Unter anderem sind gemäß dem neu gefassten § 111 Abs. 7 SGB V der Spitzenverband Bund der Krankenkassen und die für die Erbringer von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation maßgeblichen Verbände auf Bundesebene aufgefordert, in…

Direkt-Verordnung geriatrische Reha und Änderungen bei Einleitung der Anschluss-Reha

Mit dem "Gesetz zur Stärkung von intensivpflegerischer Versorgung und medizinischer Rehabilitation in der gesetzlichen Krankenversicherung“ (Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz, GKV-IPReG) wurde der Genehmigungsvorbehalt der Krankenkassen in der geriatrischen Rehabilitation abgeschafft. Die medizinische Erforderlichkeit einer vertragsärztlich verordneten geriatrischen Rehabilitation muss nun nicht mehr von den Krankenkassen…

Reha in der DRV: Beratergremium Verbindliche Entscheidungen

Das Gesetz „Digitale Rentenübersicht„ soll die Transparenz in der Alterssicherung und der Rehabilitation verbessern sowie die Sozialversicherungswahlen modernisieren. Damit Bürger:innen mehr über ihre eigene Altersvorsorge wissen, soll die Rentenübersicht künftig digital abrufbar sein. Mit der Verabschiedung des Gesetzes im Februar 2021 erhielt die DRV Bund den Auftrag, bis zum 30. Juni 2023 Verbindliche Entscheidungen zu den…

Leistungsgerechte Vergütung in der Reha: Aktiva-Gutachten

Die Neuauflage des Gutachtens der aktiva - Beratung im Gesundheitswesen GmbH im Auftrag der AG MedReha prognostiziert für das Jahr 2022 ohne Berücksichtigung des coronabedingten Mehraufwands und der Investitionsmittel im Basismodell anhand der statistischen Größen und Prognosen Kostensteigerungen im Mittelwert von 2,92 Prozent für das Jahr 2022. Die Simulation der für viele Reha-Einrichtungen mit hoher Wahrscheinlichkeit relevanten…

Digitalisierung und Anbindung der Reha-Einrichtungen an die TI

Das im Oktober 2020 in Kraft getretene Patientendaten-Schutz-Gesetz (PDSG) regelt, dass auch die Reha- und Vorsorgeeinrichtungen an die TI angebunden werden. Dazu sollen Krankenkassen und Rentenversicherung mit den Verbänden der Reha-Leistungserbringer einen Telematikzuschlag vereinbaren, der ausreichend ist, um die TI-Ausstattungs- und Betriebskosten der Reha- und Vorsorgeeinrichtungen zu finanzieren. Im Januar 2021 begannen dazu die…

Qualität

Qualitätssicherung der Deutschen Rentenversicherung In halbjährlichen QS-Gesprächen führt der BDPK gemeinsam mit anderen Verbänden der Reha-Leistungserbringer einen Austausch zu aktuellen Entwicklungen der Reha-Qualitätssicherung mit Vertreter:innen der Deutschen Rentenversicherung (DRV) durch. Seit dem Frühjahr 2020 haben die Gespräche den Schwerpunkt Qualitätssicherung während der Corona-Pandemie. Aufgrund der Auswirkungen der…

Kinder/Jugendliche und Mutter/Vater/Kind

Im Zuge der COVID-19-Pandemie kam es zu einem deutlichen Rückgang der Rehabilitations-­ und Vorsorgemaßnahmen für Kinder und Jugendliche sowie Mutter/Vater/Kind. Als Gründe für den Rückgang der Reha-Inanspruchnahme werden unter anderem pandemiebedingte Zugangsbarrieren, etwa durch reduzierte Kontakte zu beratenden Kinderärzten oder durch Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben an den Klinikstandorten, genannt. Die Kliniken leiden auch unter…

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