Zurück in die Reha

Mit der Wiederaufnahme des Regelbetriebs bei Krankenhäusern startet auch wieder der Betrieb in Reha-Einrichtungen – mit hohen Hygieneauflagen und viel Sicherheit.

Viele Patientinnen und Patienten stellen sich aktuell die Frage: Kann ich guten Gewissens aktuell meine Reha antreten? Wie sicher bin ich dort und ist in einer Reha-Einrichtung das Risiko einer Ansteckung größer?

Am 7. Mai hat die Deutsche Rentenversicherung empfohlen, generell wieder Rehabilitanden aufzunehmen und dabei dringend bestimmte Hygienevorschriften einzuhalten. Dieser Aufforderung sind die Reha-Einrichtungen nachgekommen und haben Hygiene-Konzepte entwickelt, die auf den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts basieren.

Sichere Ankunft in der Reha
Bereits vor Antritt der Reha stellen die Einrichtungen sicher, ob Patienten mit COVID-19 infiziert sind. So werden Patienten in vielen Einrichtungen unmittelbar nach der Anreise auf das Virus getestet. Bis das Ergebnis vorliegt, bleiben die Patienten auf ihren Zimmern, erhalten dort eine Verpflegung und wenn möglich bereits erste Therapieeinheiten. Das Testergebnis soll nach maximal 48 Stunden vorliegen.

Die Einrichtungen der Medical-Park-Gruppe empfehlen zudem Patienten, die von Zuhause aus in die Reha anreisen, zuvor unnötige Kontakte zu vermeiden und sich bestenfalls zwei Wochen vor Antritt der Reha in eine freiwillige Quarantäne zu begeben.

Ebenfalls eine Alternative zur Testung in der Einrichtung bietet die Dr. Becker Klinikgruppe an. Hier gibt es die Möglichkeit, dass Patienten sich bereits vorher bei ihrem Hausarzt testen lassen und das Ergebnis bei der Aufnahme in die Reha vorzeigen. Das Testergebnis sollte allerdings nicht älter als 36 Stunden sein.

Hohe Sicherheitsmaßnahmen während des Reha-Aufenthaltes
Nach dem Aufnahmeverfahren beginnt der Aufenthalt in der Reha. Hier versuchen die Einrichtungen, den Aufenthalt für die Patienten so normal wie nur möglich zu gestalten. Allerdings gibt es Maßnahmen an die sich Personal und Patient halten müssen. So wird während der Therapiemaßnahmen, sofern möglich, von Patienten und Therapeuten ein Mund-Nasen-Schutz getragen. Darüber hinaus tragen die Mitarbeiter, wenn es erforderlich ist, weitere Schutzkleidung. Zur Durchführung logopädischer Maßnahmen oder einer Sprachtherapie konnten teilweise spezielle Vorrichtungen geschaffen werden, um die Therapien für alle sicher durchführen zu können. Eine weitere Maßnahme, die die Einrichtungen ergriffen haben, ist die Verkleinerung der Therapiegruppen.

Doch nicht alle Therapieangebote können angeboten werden – so sind in einigen Einrichtungen die Schwimmbäder geschlossen und Therapien wie Wassergymnastik müssen ausfallen.
Die Abstandsregeln müssen in allen Einrichtungen auch außerhalb der Therapie-Maßnahmen eingehalten werden und sofern Patienten ihre Zimmer verlassen, wird das Tragen einer Maske empfohlen. Räume sowie Therapiegeräte werden regelmäßig von entsprechend geschultem Personal gereinigt und desinfiziert. Mahlzeiten werden entweder in mehreren Schichten im Speisesaal eingenommen oder auf dem Zimmer serviert.

Bezüglich des Besuchsrechts haben die Einrichtungen unterschiedliche Regelungen, ebenso hinsichtlich der Frage, ob Patienten das Klinikgelände verlassen dürfen.
All diese Maßnahmen dienen dazu, den Patienten die Reha zu ermöglichen und sie sicher zu gestalten. Personal und Patienten sind gleichermaßen dazu aufgerufen, sich entsprechend zu verhalten und einander der geringst möglichen Gefährdung auszusetzen.

Hinweis:
Bitte beachten Sie, dass Sie sich rechtzeitig vor Antritt der Reha bei Ihrer Einrichtung über die entsprechenden Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen informieren.