Vergütungsanpassung unabdingbar

Die zweite Corona-Welle fordert das Gesundheitswesen wieder heraus. Damit auch die Reha und Vorsorge diese Herausforderung bewältigen können, müssen den Kliniken die pandemiebedingten Mehraufwände und Einnahmedefizite dringend ausgeglichen werden. Das Gesundheitsversorgungs- und Pflegeverbesserungsgesetz (GPVG) liefert hierzu einen Lösungsvorschlag.

In Vergütungssatzverhandlungen mit den Krankenkassen sollen die Kliniken rückwirkend ab dem 01.10.2020 bis zum 31.03.2021 die bestehenden Vergütungssatzvereinbarungen auf Grund der pandemiebedingten Mehrkosten nachverhandeln können. Allerdings ist das viel zu umständlich und dauert zu lange. Der BDPK fordert deshalb die gesetzliche Festlegung eines Vergütungsaufschlags auf bestehende Vergütungsvereinbarungen in Höhe von 21% pro Patient/Patientin und Tag. Die Forderung des BDPK nach Fortsetzung der Ausgleichszahlungen nach § 111 d SGB V, um den Kliniken Erlösausfälle aufgrund einer pandemiebedingten Minderbelegung zu erstatten, sind u.a. Gegenstand des 3. Bevölkerungsschutzgesetzes, das am 18.11.2020 vom Bundestag und Bundesrat abschließend beraten wird.

Die BDPK-Stellungnahme zum Entwurf des GPVG lesen Sie hier.