Staatliche Anerkennung endlich in Sicht? - Operationstechnische Assistenz

Seit über 20 Jahren gibt es landesrechtliche Regelungen zur Ausbildung in der Operationstechnischen Assistenz. Das Berufsbild hat sich längst in der Praxis etabliert - doch bis jetzt fehlt es an einer bundeseinheitlichen Anerkennung.

Anfang März 2018 hat der Bundesrat beschlossen, seinen Gesetzesentwurf über den Beruf des Operationstechnischen Assistenten (OTA) und zur Änderung des Krankenhausfinanzierungsgesetzes erneut in den Bundestag einzubringen. Die Ausbildung qualifiziert die Absolventen in drei Jahren für die Vorbereitung, die technisch unterstützende Assistenz sowie die Nachbereitung der operativen Versorgung von Patienten innerhalb der Operationseinheit sowie in den diagnostischen und therapeutischen Funktionsbereichen. Die Aufnahme des Berufs in das Krankenhausfinanzierungsgesetz soll den Krankenhäusern zugleich Planungssicherheit in der Finanzierung der Ausbildung gewährleisten. Mit Blick auf den bereits bestehenden Fachkräftemangel ist der Gesetzesentwurf sehr zu begrüßen. Rechtssicher ausgestaltete Regelungen zur Qualifikation und die staatliche Anerkennung steigern die Attraktivität des Berufsbilds und helfen den Kliniken, dringend benötigte Nachwuchskräfte zu gewinnen. Zudem fördert eine staatliche Anerkennung den bestehenden Qualifikationsmix und die interdisziplinäre Teamarbeit in den Krankenhäusern.