Rentenversicherung stärkt die Kinder-Reha

Die Verbesserungen für die Reha von Kindern und Jugendlichen durch das Flexirentengesetz beeinflussen maßgeblich die Richtlinie für die Kinderreha. Mit dem Gesetz kann die Rentenversicherung künftig stärker dazu beitragen, dass Krankheiten und ihre Folgen nicht bis ins Erwachsenenalter bestehen bleiben.

Der BDPK begrüßt die im Flexirentengesetz getroffenen Verbesserungen für die Kinder- und Jugendreha der Deutschen Rentenversicherung (DRV) und deren Umsetzung in der Richtlinie. Der Anspruch auf die Begleitung von Kindern bis zum zwölften Lebensjahr durch ein Elternteil oder einen nahen Familienangehörigen sowie der Wegfall der Vierjahresfrist für die Wiederholung einer Kinder- oder Jugendreha war eine langjährige Forderung des BDPK. Bislang mussten Kinder vier Jahre lang warten, um erneut an einer Rehabilitation teilnehmen zu können.

Die Bundesvertreterversammlung hatte am 3. Juli 2018 die Änderung der Gemeinsamen Richtlinie der Träger der Rentenversicherung nach § 15a Abs. 5 S. 1 SGB VI für Leistungen zur Kinderreha verabschiedet. Damit nutzt die DRV aktiv den durch das Flexirentengesetz eingeräumten Spielraum zur Ausgestaltung der Kinder- und Jugendreha.

Soll ein Kind an einer Reha-Maßnahme teilnehmen, darf ein Angehöriger es auf Kosten der Rentenversicherung begleiten. Bisher war dies bis zum zehnten Lebensjahr möglich, nun zahlt die Rentenversicherung eine Begleitung bis zum Ende des zwölften Lebensjahrs. Auch eine ambulante Reha und Nachsorgeleistungen sind möglich. Die Ausgestaltung der neuen Ansprüche befindet sich noch in der Entwicklung.