Reha online

Im Rahmen der Kampagne "Reha. Macht´s besser!" hat der BDPK die digitale Präsenz der Reha-Einrichtungen in Deutschland analysiert. Immer mehr Patienten, Angehörige und Einweiser nutzen das Internet für die Suche nach geeigneten Rehakliniken. Insbesondere zur Ausübung des Wunsch- und Wahlrechts ist es wichtig, Patienten im Internet relevante Informationen zur Verfügung zu stellen.

Google steht am Beginn der Suche
In Deutschland ist Google die Suchmaschine mit dem größten Marktanteil. Rund 90 % aller Suchanfragen über Desktopcomputer laufen über den amerikanischen Dienst, bei der mobilen Nutzung sind es sogar 98 %. Ausschlaggebend für die Sichtbarkeit bei den Usern ist die Platzierung im Ranking der Suchergebnisseiten. Die Analyse zum Suchbegriff „Rehaklinik“ ergab, dass sich unter den ersten 20 Treffern derzeit 10 Rehakliniken befinden. Es sind deutlich mehr Einzelhäuser auf den vorderen Plätzen vertreten als Klinikgruppen. Dies zeigt, dass nicht die Größe der Rehaklinik eine Rolle spielt, sondern die Qualität der Webseite. Eine technisch fehlerfreie Gestaltung der Internetseite hat ebenso Einfluss auf die Platzierung in der Suchmaschine wie die Verweildauer, Verlinkungen und nicht zuletzt die angebotenen Informationen.

Rehaportale gewinnen an Bedeutung
Auf den vorderen Plätzen finden Patienten keine Webseiten von Rehakliniken, sondern Rehaportale. Mit 420.000 Zugriffen informiert das Rehaportal von Qualitätskliniken.de die meisten Patienten, gefolgt von Rehakliniken.de mit monatlich 240.000 Aufrufen. Damit erreichen die Portale ein Vielfaches der Besucher von Seiten einzelner Kliniken oder Klinikgruppen. Patienten zeigen somit bei der Suche im Web nach Rehakliniken ein ähnliches Verhalten wie bei der Suche nach Konsumgütern oder Dienstleistungen. Plattformen vereinen ein größeres Interesse als der direkte Kontakt zu einzelnen Rehakliniken. Dies soll aber nicht bedeuten, dass der Webauftritt einer Rehaklinik keine Bedeutung hat. Die Internetseite ist immer mehr der erste Patientenkontakt – bereits vor der Anreise zur Rehaklinik.

Facebook und Instagram nicht nur zur Personalgewinnung  
Immer mehr Rehakliniken machen es den Akuthäusern nach: Sie nutzen die sozialen Medien. Waren die ersten Klinikaccounts bei Facebook und Instagram vorrangig für den Aufbau einer Arbeitsgebermarke sowie zur Personalrekrutierung gedacht, finden nun auch Inhalte zur Patientengewinnung Einzug. Fünf Reha-Einrichtungen in Deutschland können bei Instagram mittlerweile Follower-Zahlen im vierstelligen Bereich vorweisen, allen voran die Asklepios Klinik Sobernheim mit 4.560 Abonnenten. Aber auch die Accounts von bspw. der Dr. Becker Klinikgruppe oder den Waldburg-Zeil Kliniken nähren sich der Tausenderschwelle. Ebenfalls sind einige Reha-Einrichtungen auf Facebook mit eigenen Unternehmensauftritten vertreten. Auch hier sind wachsende Likes und Follower zu verzeichnen. In speziellen Gruppen zum Thema Reha tauschen sich viele Patienten über Erfahrungen mit Rehakliniken und zur Beantragung einer Reha aus. Besonders im Bereich der Kinderreha und von Mutter-Vater-Kind-Kuren findet ein reger Austausch zwischen den Facebooknutzern statt. Die größte Facebookgruppe „Kinderreha Ratgeber“ hat 4.932 Mitglieder.

Die unterschätzte Kommunikation auf Twitter
Twitter ist dafür bekannt, eine Plattform für Journalisten, Politiker und Vorstandmitglieder zu sein. So finden Diskussionen zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen statt, Politiker kommentieren und teilen Inhalte. Im Gesundheitsbereich haben sich Organisationen und einzelne Personen eine durchaus nennenswerte Followerschaft aufgebaut. Der junge Verein Hashtag Gesundheit mit 4.800 Followern trägt mit seinen Statements und Beiträgen zur Meinungsbildung in der digitalen Community bei. Kliniken wie das Unfallkrankenhaus Berlin informieren durch Twitter über Besuchsregelungen, Veranstaltungen und geben Einblicke in den Krankenhausalltag. Auch der Bundesminister für Gesundheit Jens Spahn informiert mehrmals täglich seine 161.000 Follower. Rehakliniken in Deutschland sind bisher kaum auf der Plattform zu finden. Doch gerade hier kann die Vernetzung zu Politik und Presse, aber auch zu Patienten von Vorteil sein und ein Dialog entstehen.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Kampagne "Reha. Macht's besser!"