Reha-Kliniken: Das Warten hat kein Ende

Die epidemische Lage von nationaler Tragweite hat die Reha-Branche besonders hart getroffen. Der Gesetzgeber hat vor diesem Hintergrund mit dem GPVG die notwendigen Regelungen getroffen, um die krisengeschüttelten Reha- und Vorsorgeeinrichtungen mit Ausgleichszahlungen in Form eines Corona-Zuschlags in ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zu unterstützen.

Doch das Warten auf den dringend benötigten Corona-Zuschlag hält an. Verhandlungen mit den Krankenkassen  stehen nach wie vor aus. Nichts rührt sich. Dabei ist die Faktenlage klar: Mit einem Ausgleich für pandemiebedingte Mehraufwände bei Personal- und Sachkosten sowie fehlender Einnahmen durch pandemiebedingte Minderbelegungen soll laut dem GPVG dem täglichen Leistungsgeschehen der Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen Rechnung getragen werden. D.h. Krankenkassen und die Träger der zugelassenen Rehabilitationseinrichtungen müssen ihre Vergütungsvereinbarungen vom 1. Oktober 2020 bis voraussichtlich zum 31. Dezember 2021 anpassen. Ein entsprechender Corona-Zuschlag ist zu verhandeln.

Die Politik ist über die schwierige Situation, in der sich die Reha-Kliniken befinden, im Bilde. Bundesgesundheitsminister Spahn, der an der konstituierenden Sitzung des DIHK-Ausschuss für Gesundheitswirtschaft Ende April 2021 mit einer Rede zum Thema: „Corona-Krise und Gesundheitswirtschaft: Lehren für die Zukunft“ teilnahm, setzt sich für einen zügigen konstruktiven Dialog der Beteiligten (Kassen und Träger der Reha-Einrichtungen) ein. Wenn es zeitnah zu keinem konstruktiven Ergebnis komme, müsse man die Gesetze/Verordnungen nachschärfen, so Spahn. Der BDPK bleibt an dem Thema dran, denn für die Reha und Vorsorge ist es fünf vor zwölf!