Reha-Finanzierung 2018

Der Kostendruck für Rehabilitationseinrichtungen steigt auch in 2018 weiter, stellen Prof. Dr. Borges und Agnes Zimolong von der aktiva GmbH in dem von der AG MedReha beauftragten Gutachten fest. In einem Artikel für die Januar-Ausgabe 2018 von f&w berichten beide über Ursachen, Herausforderungen und geben Handlungsempfehlungen.

Nicht nur die Personalkosten steigen, auch in anderen Bereichen müssen Reha-Kliniken mehr leisten – etwa bei Patienten mit multiresistenten Keimen. Die Herausforderungen für die Reha- Kliniken steigen. Die Vergütungshöhen bilden die tatsächlichen Kosten nicht ab, gleichzeitig steigen die Anforderungen an Strukturen, Prozesse und Qualität. Dieses Mantra wird oft wiederholt. Aber ist es nur ein allgemeines Wehklagen, oder verändert sich die Reha-Branche wirklich nachhaltig?

Im Zeitraum von 2006 bis 2015 sind die stationären Leistungen (Fallzahlen, Pflegetage) in der Reha gestiegen. Gleichzeitig sind die Kapazitäten auf dem Markt zurückgegangen. Die Marktkonsolidierung schreitet also, ob versorgungspolitisch nun gewollt oder nicht, voran. Die Leistungsträger der Rehabilitation haben laut § 19 Absatz 1 SGB IX den Sicherstellungsauftrag und sollen darauf hinwirken, dass fachlich und regional erforderliche Rehabilitationseinrichtungen in ausreichender Zahl und Qualität zur Verfügung stehen.