Private Kliniken treiben nationale Impfstrategie voran

Für die möglichst zügige Öffnung des gesellschaftlichen Lebens und für die schnelle Rückkehr der Menschen in einen normalisierten Berufs- und Familienalltag spielt das Impftempo gegen Covid-19 eine entscheidende Rolle. Viele private Klinikträger haben aufgrund ihrer logistischen und koordinatorischen Expertise in der Gesundheitsversorgung praxisnah Impfkonzepte entwickelt und helfen damit das Impftempo in Deutschland zu beschleunigen.

Die folgenden ausgewählten Beispiele stehen für die vielen unterschiedlichen Aktivitäten privater Klinikträger:

Helios Kliniken – Viele Wege führen zur Impfung

Rund 50 Helios-Hausarztpraxen bieten in ganz Deutschland seit April eine Impfung gegen SARS-CoV-2 an. Auch die Helios Arbeitsmedizin steht in den Startlöchern, um den mehr als einer halben Million Mitarbeiter:innen der von Helios in ganz Deutschland betreuten Unternehmen möglichst bald ein Impfangebot machen zu können. Selbstverständlich erfolgt die Priorisierung der Impfungen auch bei Helios nach der jeweils gültigen Impfreihenfolge. Sobald die Impfreihenfolge nach priorisierten Gruppen von den zuständigen Behörden aufgehoben wird, plant Helios frei buchbare Impftermine für alle Bürger:innen zur Verfügung zu stellen. „Wir begrüßen die Erweiterung der Corona-Impfstrategie der Bundesregierung auf Hausarztpraxen und die Arbeitsmediziner. In beiden Bereichen sind wir bei Helios flächendeckend in Deutschland aufgestellt. Wir können und wollen einen aktiven Beitrag zur Impfung der Bevölkerung leisten“, sagt Dr. Francesco De Meo, CEO von Helios. Seit Impfbeginn Ende Dezember 2020 haben sich fast 60 Prozent der Ärztinnen und Ärzte sowie fast 50 Prozent der Pflegekräfte bei Helios impfen lassen. „Bislang dürfen unsere Kliniken den zur Verfügung gestellten Impfstoff nur den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verabreichen. In einigen Kliniken haben uns die zuständigen Stellen die Genehmigung erteilt, auch impfberechtigte stationäre Patient:innen zu impfen“, so Dr. Francesco De Meo. „Gerne würden wir der Bevölkerung in allen unseren Kliniken ein offenes Impfangebot machen. Hierfür gilt es seitens der Politik und der zuständigen Behörden allerdings noch die Weichen zu stellen. Wir bei Helios sind bereit, zu einer zügigen und flächendeckenden Durchimpfung der Bevölkerung beizutragen.“

Kreativität bei der Verimpfung von Bestand des Impfstoffs Astrazeneca bewies das Helios-Klinikum in Hildesheim an einem April-Wochenende mit der vorübergehenden Einrichtung eines Drive-In-Impfzentrums auf dem Klinikgelände. Sehr viele Bürger:innen nutzten das Angebot und fuhren mit ihrem Auto an die Zelte, um sich den Piks gegen Corona abzuholen. So konnten mehr als 10.000 Dosen schnell und unbürokratisch verimpft werden.

Hamburger Asklepios Kliniken: Vertragsabschluss mit der Hamburger Gesundheitsbehörde

Nach dem Vertragsabschluss mit der Hamburger Gesundheitsbehörde hat auch bei dem größten Gesundheitsversorger der Hansestadt, den Asklepios Kliniken, das Tempo der SARS-CoV-2-Impfungen an Fahrt aufgenommen. Hunderte Impfungen täglich für Patient:innen in der Psychiatrie, Geriatrie und Onkologie sind damit möglich geworden. „Damit können unsere sieben großen Kliniken – Impfstoffverfügbarkeit vorausgesetzt – sofort die von der Behörde definierten Patientengruppen impfen, wofür wir der Behörde sehr dankbar sind“, sagt Joachim Gemmel, Sprecher der Geschäftsführung der Hamburger Asklepios Kliniken und Chief Operating Officer (COO) im Asklepios-Konzernvorstand. „Wir haben die nötige Infrastruktur und die medizinische Kompetenz, um mit dem Impfen sofort zu starten - und wir können damit einen zusätzlichen Beitrag leisten, um die Pandemie zu stoppen“, betont Prof. Dr. Christoph U. Herborn, Medizinischer Direktor (CMO) der Asklepios Kliniken Gruppe.

AMEOS-Gruppe unterstützt mit vielen Impfsonderaktionen

Mit mobilen Impfteams unterstützen die AMEOS Kliniken in Mecklenburg-Vorpommern die Impfkampagne gegen den Corona-Virus. Mit mehreren Sonderimpfaktionen hat das AMEOS Klinikum Ueckermünde durch den hilfsbereiten Einsatz vieler Mitarbeitenden insgesamt rund 3.000 Menschen in der Region Landkreis Vorpommern-Greifswald impfen können.

Auch die Hausarztpraxen des AMEOS Poliklinikums Halberstadt wirken bei der Covid-19-Impfung mit und sehen mit diesem zusätzlichen Engagement als Hausärzte einen effektiven Weg, um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Wenn in den kommenden Wochen weitere Impfstofflieferungen eintreffen, sind die Praxen und ihre Mitarbeiter:innen bereits bestens darauf vorbereitet, mehr Patient:innen impfen zu können.