München: 27. Reha-Kolloquium

Auf der Veranstaltung unter dem Motto "Rehabilitation bewegt!" diskutierten vom 26. bis 28. Februar 2018 rund 1.600 Wissenschaftler, Ärzte, Psychologen und Therapeuten über die verschiedenen Aspekte dieses Themas. Das Reha-Kolloquium ist für die Reha-Forschung seit Jahren das wichtigste Diskussionsforum in Deutschland.

Gundula Roßbach, Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, wies darauf hin, dass unsere Lebensumstände, aber auch die vielen Annehmlichkeiten und Ablenkungen in unserer modernen Gesellschaft, zunehmend dazu führten, dass man sich weniger bewege. Sie plädierte dafür, mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren. "Bewegung stärkt, motiviert, lädt uns auf mit Energie, fördert unsere Gesundheit, beugt Krankheiten vor und hält uns im Alter fit", so Roßbach. Dies sei genau das, was wir als Rentenversicherung für unsere Versicherten wollten. "Immerhin werden bis zu siebzig Prozent aller therapeutischen Leistungen in der Rehabilitation im Bereich der Bewegungstherapie erbracht", so Roßbach. Sie sei in der Rentenversicherung der Schlüssel für eine erfolgreiche Rehabilitation.
Mit Blick auf das Motto der Veranstaltung betonte Gerhard Witthöft, Mitglied der Geschäftsführung der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd: "Kinder, Jugendliche und Erwachsene leiden immer häufiger an Krankheiten, die auf mangelnde Bewegung zurückzuführen sind. Um dem entgegenzuwirken, hat die rehabilitationswissenschaftliche Forschung zu Recht diesen Aspekt zu einem Schwerpunkt gemacht." Die größte Herausforderung liege darin, nicht nur kurzfristig zu mehr Bewegung anzuregen, sondern eine nachhaltige Änderung des Lebensstils hin zu mehr Bewegung im Alltag anzustoßen. Prävention, Rehabilitation und Nachsorge würden dabei eine ganz entscheidende Rolle einnehmen. "Der Gesetzgeber hat mit dem Flexirentengesetz ein wichtiges Zeichen zur Stärkung von Prävention und Nachsorge gesetzt. Aufgabe der Rentenversicherung wird es nun sein, dies aktiv und bedarfsgerecht zu gestalten", ergänzte Witthöft.

Die Deutsche Rentenversicherung Bund, die Deutsche Rentenversicherung Bayern Süd und die Deutsche Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW) veranstalten das Kolloquium gemeinsam.