IPREG verbessert Patientenversorgung mit Reha-Leistungen

Das Bundeskabinett hat am 12.02.20 den Entwurf des Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetzes (IPREG) beschlossen. BDPK begrüßt den Beschluss als einen wichtigen Schritt zur Sicherung einer leistungsfähigen und hochwertigen Versorgung der gesetzlich Krankenversicherten mit Leistungen der medizinischen Rehabilitation.

Wesentlicher Bestandteil des Gesetzgebungsverfahrens ist eine bedarfsgerechte und zügige Leistungsentscheidung der Krankenkassen bei der Genehmigung geriatrischer Rehabilitationsleistungen. Weiterhin soll der gemeinsame Bundesausschuss entscheiden, ob weitere Rehabilitationsleistungen im Anschluss an die Krankenhausbehandlung von diesem vereinfachten Zugangsverfahren profitieren sollen. BDPK-Präsidentin Dr. med. Katharina Nebel sieht in dem Gesetzentwurf ein wichtige Grundlage, um bürokratische und teilweise langwierige Genehmigungsverfahren der Krankenkassen abzukürzen. „Davon werden die Patienten aber auch die Mitarbeiter in den Arztpraxen und Krankenhäusern profitieren.“

Eine weitere wichtige Änderung betrifft die Abschaffung der sogenannten Grundlohnrate. Bislang durften die Preise für Rehabilitationsleistungen nur in dem Rahmen steigen, in dem die Beitragseinnahmen der gesetzlichen Krankenkassen gestiegen sind. Die Folge dieser Begrenzung ist, dass die in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Gehälter für Pflegefachkräfte und Therapeuten nicht refinanziert werden konnten. Durch die Streichung der Grundlohnrate ist nun auch die Refinanzierung höherer Personalkosten in den Rehabilitationseinrichtungen möglich.

Positiv hervorzuheben ist auch, dass die Krankenkassen auf Bundesebene gemeinsam mit den Trägern von Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen verbindliche Rahmenempfehlungen für Versorgungs- und Vergütungsverträge nach § 111 SGB V vereinbaren müssen. Dies verringert die bisherige Verhandlungsübermacht der Krankenkassen und stellt damit eine wichtige Grundlage für eine leistungsgerechte Vergütung von Reha-Maßnahmen dar.

„Auch wenn noch Diskussionsbedarf im Detail besteht, sehen die Mitglieder des BDPK in den Regelungen des IPREG eine wichtige gesundheitspolitische Entscheidung zur Verbesserung der Wettbewerbsbedingungen für Rehabilitationseinrichtungen um dringend benötigtes Fachpersonal“, sagte dazu Ellio Schneider, der Vorsitzender des BDPK-Fachausschusses Rehabilitation und Pflege.

Interessante Fakten und Forderungen zur medizinischen Rehabilitation finden Sie auf der Kampagnenwebsite www.rehamachtsbesser.de