Dr. Mate Ivančić im Interview mit „ÄrzteTag“: Starre Personalvorgaben der PPP-Richtlinie wirken sich negativ auf die Patientenversorgung aus

Die Umsetzbarkeit der starren Personalvorgaben der PPP-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses schätzen Experten der Branche als enorm kritisch ein. Vor allem deshalb, weil sie die medizinische Versorgung der Patienten eher verschlechtern als verbessern.

In einem Interview mit Hauke Gerlof und Anno Fricke von der Ärzte Zeitung äußerte sich der stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes der Privatkliniken und CEO der Schön-Kliniken, Dr. Mate Ivančić, kritisch zu der PPP-Richtlinie, die Anfang 2020 in Kraft getreten ist und alle Einrichtungen der Psychiatrie und der Psychosomatik betrifft.

Die Problematik beschreibt Ivančić im Interview so: „Man hat versäumt, die psychologische und psychotherapeutische Tätigkeit auch auf die pflegerische Tätigkeit anwenden zu können. Weil dort sind enorme Überlappungen im Aufgabenbereich. Und ich sehe auch eine große Gefahr, wenn psychosomatische Kliniken beginnen, immer mehr Pflegekräfte einzustellen und ihre psychologischen und psychotherapeutischen Kapazitäten eher reduzieren." Das 10-minütige Interview, das im September 2020 veröffentlicht wurde, können Sie hier nachhören.