Deutscher Reha-Tag 2018: Auftakt in München

Die diesjährigen Aktionen des Reha-Tags stehen unter dem Motto "Reha und Arbeit". Die Auftaktveranstaltung am 21. September 2018 im Berufsförderungswerk München (BFW) und Berufsbildungswerk (BBW) St. Zeno wurde eröffnet von der Bayerischen Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU). Teilnehmer aus Kliniken und Verbänden sowie von Leistungsträgern der medizinischen und beruflichen Reha nutzten die Gelegenheit zum fachlichen Austausch.

Erstmals stand die berufliche Rehabilitation im Mittelpunkt des deutschen Reha-Tags, daher war die Wahl der Veranstalter auf Kirchseeon mit dem dort ansässigen BFW und BBW gefallen. Die zahlreichen Grußworte zu Beginn zeigten einen Teil des umfangreichen Netzwerks, in das die beiden Institutionen regional und bundesweit eingebunden sind.

Mit der beruflichen Bildung und Förderung von Menschen mit körperlicher oder psychischer Behinderung erfüllen die in Kirchseeon ansässigen Institutionen eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Die Schirmherrin der Auftaktveranstaltung, die Bayerische Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) würdigte in ihrem Eröffnungsvortrag die Leistungen aller Reha-Akteure im Bereich der beruflichen Reha. „Berufliche Reha müssen die machen, die es können“, so Barbara Stamm. Die Kompetenz und die große Erfahrung der Bildungsträger sind entscheidend für den Erfolg beruflicher Reha. Die Qualität der Ausbildung von Menschen mit Behinderung dürfe nicht unter Kostendruck geraten, betonte die Politikerin und bekam für ihre Worte „Wir dürfen nicht fragen, was ein Mensch kostet, sondern was ein Mensch braucht!“ großen Beifall.

Das BFW München gehört bundesweit zu den Zentren für berufliche Rehabilitation. Auf dem Gelände des Berufsförderungswerks in Kirchseeon befindet sich ein Wohnheim für 450 Teilnehmer an beruflichen Bildungsmaßnahmen sowie modernste Ausbildungswerkstätten für IT-, Elektrotechnik-, Maschinenbau-, Kaufmännische/Verwaltungs-, Bau-, Sozial-, Sicherheits- und Gesundheitsberufe.

Von dem breiten Spektrum zukunftsfähiger Berufsausbildungen konnten sich die Veranstaltungsgäste bei einem Rundgang durch die Werkstätten, Seminarräume und Fachkabinette des BFW überzeugen. Zusätzlich sichern vielfältige medizinische, psychologische und sozialpädagogische Angebote des Bildungsträgers den Erfolg der beruflichen Reha und unterstützen bei der Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt.

Im Anschluss fuhren die Teilnehmenden mit Bus oder Fahrrad ins nahe gelegene BBW St. Zeno. Hier informierte eine praxisnahe Führung über das Gelände über die Förderung der beruflichen Entwicklung und Ausbildung von lern- und psychisch behinderten jungen Menschen.

Im Anschluss folgten Vorträge zur Digitalisierung in der beruflichen Reha und wie die praktische Umsetzung der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation (MBOR) in der Klinik Bavaria in Freyung seit vielen Jahren erfolgreich gelingt.

Der jährlich stattfindende Reha-Tag ist ein Aktionsbündnis von mehr als 20 Institutionen, Organisationen und Verbänden aus allen Bereichen der Rehabilitation. Der BDPK arbeitet von Anbeginn im Jahr 2004 in dem Aktionsbündnis mit. Rund um den vierten Samstag im September werden gemeinsame Botschaften vertreten. Zum Kreis des Aktionsbündnisses gehören das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, sowie Betroffenenverbände, Leistungsträger und Leistungserbringer. Informationen über die aktuelle Zusammensetzung unter www.rehatag.de