Covid-19: IQM untersucht Effekte der Pandemie auf die stationäre Versorgung

In einer Analyse der Routinedaten untersuchte die Initiative Qualitätsmedizin (IQM) die Effekte der Pandemie auf die 431 IQM-Mitgliedshäuser. Die Ergebnisse liegen nun vor.

In der Analyse wurden die Abrechnungsdaten des Jahres 2020 untersucht, die die IQM-Mitgliedshäuser freiwillig im Rahmen der IQM-Methodik zur Verfügung stellten. Die beteiligten Krankenhäuser behandelten 2020 gemeinsam 6.002.199 stationäre Fälle, was 36 % der Krankenhauspatienten in Deutschland entspricht. Die Analyse umfasst freigemeinnützige, öffentliche und private Träger unterschiedlicher Größe.

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Die Krankenhausfälle waren im 1. Lockdown um 40 % reduziert und blieben bis zum Ende des Jahres 2020 ca. 13,6 % unter der Zahl von 2019. Der Rückgang betrug 12,4 % bei freigemeinnützigen, 14,7 % bei öffentlichen und 14,1 % bei privaten Trägern. Universitätskliniken hatten einen Rückgang von 10,3 %
  • 70.000 COVID-Patienten wurden stationär behandelt. 68,3 % entwickelten ein SARI (Schwere Akute Respiratorische Erkrankung). Die Sterblichkeit lag bei 18,3 %
  • Die Initiative betont signifikante Unterschiede zwischen der 1. und der 2. Welle. Dies gilt für die Krankenhaussterblichkeit (16,8 % vs. 18,9 %), die Entwicklung eines SARI (72,5 % vs. 66,7 %), die Inanspruchnahme der Intensivmedizin (24,2 % vs. 18,1 %) und die Häufigkeit der Beatmung (18,1 %vs. 12,2 %)

IQM ist ein gemeinnütziger Zusammenschluss von Krankenhäusern aus Deutschland und in der Schweiz, dessen Ziel die Verbesserung der medizinischen Behandlungsqualität in Krankenhäusern und ein offener Umgang mit Fehlern ist. Die Ergebnisse der Studie sind auf der Homepage der Initiative veröffentlicht und hier abrufbar.