BAR: Zweiter Teilhabeverfahrensbericht veröffentlicht

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e.V. (BAR) veröffentlichte Ende 2020 den zweiten Teilhabeverfahrensbericht. Er gibt erstmalig umfassende Einblicke in das Verwaltungsgeschehen der Rehabilitationsträger. Hierzu wurden Daten von 991 Trägern zu insgesamt 3,2 Mio. Anträgen des Berichtsjahres 2019 ausgewertet.

Der Teilhabeverfahrensbericht verdeutlicht u.a., wie viele Anträge auf Leistungen zur Rehabilitation und Teilhabe in einem Kalenderjahr bei den Rehabilitationsträgern gestellt wurden. Er gibt auch Auskunft zu folgenden Fragen: Wie oft überschritten Träger die gesetzlich vorgeschriebenen Fristen zur Zuständigkeitsklärung oder Bedarfsfeststellung? Wie viel Zeit liegt im Durchschnitt zwischen Antragsstellung und Bewilligung einer beantragten Leistung? Wie häufig werden Widersprüche oder Klagen zugunsten eines Leistungsberechtigten entschieden?

Mit dem zweiten Teilhabeverfahrensbericht steht erstmalig auch Daten zur Anzahl beantragter und bewilligter Persönlicher Budgets, zur Anzahl der Erstattungsverfahren zwischen den Rehabilitationsträgern und zur Anzahl der Erstattungen selbstbeschaffter Leistungen vor.

Ziel des Teilhabeverfahrensberichts ist, mehr Transparenz zur Leistungsfähigkeit des Reha-Systems in Deutschland herzustellen und neue Möglichkeiten der Evaluation und Steuerung zu eröffnen. Der Teilhabeverfahrensbericht wurde mit Inkrafttreten des Teil 1 des Bundesteilhabegesetzes zum 1. Januar 2018 eingeführt und erscheint seit 2019 jährlich (siehe § 41 SGB IX).

Der zweite Teilhabeverfahrensbericht steht auf der Website der BAR e.V. als Download zur Verfügung.