Privatisierung von Krankenhäusern

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Der Fachartikel "Erfolg der Privatisierung von Krankenhäusern - eine Einschätzung aus der Sicht ehemaliger öffentlicher Krankenhausträger" kommt zu dem Ergebnis, dass die Privatisierung von Krankenhäusern weder einen negativen Einfluss auf die medizinische Versorgung in der Region, noch auf die Qualität der medizinischen Behandlung sowie auf den Umgang mit den Mitarbeitern hat.

Zu dieser positiven Einschätzung kommen Vertreterinnen und Vertreter von 99 ehemaligen öffentlichen Trägern, die ihr Krankenhaus in den Jahren 2003 bis 2013 an einen privaten Eigentümer verkauft hatten. Sie wurden vor und nach der Privatisierung hinsichtlich von Zielen und möglichen Auswirkungen anonym und schriftlich befragt.

Die Autoren Daniel Negele, Robert Ott und Ulrich Wellisch resümieren in ihrem 8-seitigen Exkurs, dass die unzureichende Finanzierung der Krankenhäuser aus Krankenkassenbeiträgen (Betriebsmittel) und durch Ländermittel (Investitionskosten) maßgeblich zum Privatisierungsdruck beiträgt. Wenn jedoch privatisiert wurde, hatte dies aus Sicht der ehemaligen Träger keinerlei negativen Effekte. Die Einschätzungen der ehemaligen Träger weisen eine statistisch überprüfte Übereinstimmung auf. Die mit einer Privatisierung verbundenen Erwartungen und Ziele werden prinzipiell als erfüllt wahrgenommen.

Der Artikel ist im Juni 2017 in der Zeitschrift Gesundheitsökonomie & Qualitätsmanagement im Georg Thieme Verlag KG erschienen.Weitere Informationen finden Sie hier.


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