Qualität sichtbar machen: Krankenhäuser veröffentlichen Behandlungsergebnisse und stärken die Ergebnisorientierung

Rund 420 Krankenhäuser der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) haben ihre Behandlungsergebnisse veröffentlicht. Die freiwillige Transparenzinitiative zeigt, warum die tatsächlichen Behandlungsergebnisse für die Bewertung medizinischer Qualität entscheidend sind – und setzt damit auch im Kontext der Krankenhausreform ein wichtiges Signal für eine stärkere Ergebnisorientierung im Gesundheitswesen.

Wie gut medizinische Versorgung tatsächlich ist, lässt sich nur anhand der Behandlungsergebnisse beurteilen. Seit vielen Jahren setzt sich die Initiative Qualitätsmedizin (IQM) daher dafür ein, Qualität anhand von Behandlungsergebnissen messbar zu machen und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Auch in diesem Jahr haben rund 420 Krankenhäuser der IQM ihre Behandlungsergebnisse veröffentlicht. Darunter sind zahlreiche Mitgliedskrankenhäuser des BDPK, die sich aktiv in der IQM engagieren. 

Die Veröffentlichung hat erhebliche Bedeutung für das deutsche und schweizerische Gesundheitswesen: Die IQM-Mitglieder versorgen gemeinsam rund 40 Prozent der stationären Fälle in Deutschland und der Schweiz. Damit entsteht ein breites und aussagekräftiges Bild der tatsächlichen Versorgungsqualität. Die beteiligten Einrichtungen machen ihre Qualitätsdaten freiwillig und ohne gesetzliche Verpflichtung öffentlich zugänglich. Auffällige Ergebnisse werden analysiert, im kollegialen Austausch diskutiert und über Peer-Review-Verfahren in konkrete Verbesserungsmaßnahmen überführt.

Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Krankenhausreform gewinnt die Diskussion um geeignete Qualitätsindikatoren weiter an Bedeutung. Die Veröffentlichung der IQM-Daten unterstreicht, dass eine hochwertige Versorgung nicht an strukturellen Vorgaben oder organisatorischen Kriterien gemessen werden kann. Entscheidend sind die tatsächlichen Ergebnisse für die Patientinnen und Patienten.

Zitat Dr. Jens Schick (Vorstandsmitglied der Sana Kliniken AG und Präsident der IQM): Dr. Jens Schick, Präsident der Initiative Qualitätsmedizin,: „Wer Versorgung ernsthaft verbessern will, muss sich an den Ergebnissen messen lassen. Unsere Mitgliedskrankenhäuser zeigen, dass genau das möglich ist – aus eigener Verantwortung und mit dem klaren Ziel, Versorgung messbar besser zu machen. Ergebnisqualität gehört ins Zentrum der Steuerung.“

Die freiwillige Transparenz der IQM-Mitgliedskrankenhäuser zeigt, dass Ergebnisorientierung und kontinuierliche Qualitätsverbesserung bereits heute erfolgreich in der Versorgungspraxis umgesetzt werden können. Damit leisten die Einrichtungen einen wichtigen Beitrag zu einer qualitätsorientierten Weiterentwicklung des Gesundheitswesens.

Weitere Informationen und die veröffentlichten Qualitätsergebnisse finden sich der Website des Instituts.