Unsere Hauptforderung lautet deshalb:
➡️ Statt rein struktureller Vorgaben brauchen wir eine verbindliche Ergebnisqualitätsmessung – und eine Finanzierung, die auch die reale Versorgung sicherstellt. Nur so sichern wir eine hochwertige Krankenhausversorgung für alle, unabhängig vom Wohnort.
Warum das so wichtig ist:
- Die neuen Leistungsgruppen und Strukturvorgaben führen vor allem zu Nachrüst-Kosten – ohne nachweislich bessere Behandlungsergebnisse.
- Entscheidungskompetenzen wandern zunehmend vom Land zum Bund und zu den Krankenkassen – obwohl Planungshoheit und Investitionsverantwortung eigentlich bei den Ländern liegen.
- Die Vorhaltefinanzierung mit den Mindestvorhaltezahlen ist fraglich. Beide Elemente passen schlicht nicht zusammen, Mindestfallzahlen sollen Gelegenheitsversorgung verhindern und gehören als solche zu den Qualitätsvorgaben in den Leistungsgruppen.
Was wir jetzt brauchen:
- Ein Gesetzgebungsverfahren, das Ergebnisqualität (z. B. durch Routinedaten, PROMs, PREMs) messbar macht und honoriert.
- Eine verlässliche Finanzierung – auch für Kliniken, die trotz kleinerer Fallzahlen für die Versorgung notwendig sind.
- Landesplanung mit echter Entscheidungskompetenz und keine „Bund-Verordnung“ von oben.
- Bürokratieabbau statt weiterer Vorgaben-Flut.

