eGK - Basisrollout und weiteres Vorgehen
Dezember 2011 - Der sogenannte Basis-Rollout der Gesundheitskarte (eGK) ist nach Angaben der gematik erfolgreich abgeschlossen. So verfüge der größte Teil der Arzt- und Zahnarztpraxen und Krankenhäuser über Kartenterminals zum Einlesen der neuen Karte.
Wie viele eGK an Versicherte ausgegeben wurden, ist nicht bekannt. Für das weitere Vorgehen haben sich die Gesellschafter der gematik nun auf einen stufenweisen Online-Rollout geeinigt. Als erste Stufe soll die Online-Prüfung und -Aktualisierung der Versichertenstammdaten (VSDM) und die Einsatzmöglichkeit der qualifizierten elektronischen Signatur (QES) umgesetzt werden. Mit dem Versichertenstammdatenmanagement kann online geprüft werden, ob die auf der Karte gespeicherten Versichertendaten gültig und aktuell sind. Liegen geänderte Daten bei einem Kostenträger vor, etwa eine neue Anschrift des Versicherten, werden diese Informationen künftig im Hintergrund automatisch auf der Karte aktualisiert. Ein Zeitplan zur Umsetzung dieser Stufe ist noch nicht bekannt.Ein besonderes Augenmerk wird auf der Ausbaufähigkeit der Komponenten (Nachrüstbarkeit des Konnektors) und der Erzielung belastbarer Testergebnisse liegen. In die Testmaßnahmen sollen Krankenhäuser unterschiedlicher Versorgungsstufen einbezogen sein, eine Universitätsklinik muss beteiligt sein.
Die bestehenden gematik-Projekte „Notfalldaten“ und „adressierte Kommunikation der Leistungserbringer“ laufen weiter. Die Umsetzung der ersten Stufe des Online-Rollouts erfolgt in enger Abstimmung mit diesen Projekten.
Die AOK meldete zum 31.12., dass seit September mehr als 2,5 Millionen AOK-Versicherte die elektronische Gesundheitskarte (eGK) erhalten haben. Laut AOK-Bundesverband haben damit alle zwölf AOKen die mit dem GKV-Finanzierungsgesetz festgelegte Ausstattungsquote von zehn Prozent erfüllt. So verfüge jetzt jeder zehnte AOK-Versicherte über die neue Chipkarte. Bis zum Jahresende 2012 wird die Ausstattungsquote bereits bei 70 Prozent liegen, so die AOK.


