Gutachten: Reha-Kliniken stark belastet
Das erstmals für das Jahr 2007 von der GEBERA - Gesellschaft für wirtschaftliche Beratungen mbH, Düsseldorf, erstellte Gutachten zu Kostenveränderungen im Bereich der medizinischen Rehabilitation ist für das Jahr 2008 aktualisiert worden.
Auftraggeber der Studie ist die „AG MedReha”, die Arbeitsgemeinschaft der Leistungserbringer Rehabilitation. Wie schon beim ersten Gutachten ergeben sich auch aus der neuen Prognoseberechnung notwendige Vergütungssatzanpassungen für die Reha-Kliniken. Nach der Prognose für die Kostensteigerungen ist für das Jahr 2008 eine durchschnittliche Vergütungssatzanpassung von 1,74 Prozent erforderlich. Dieser Wert gilt allerdings nur für die Rehabilitationseinrichtungen, die die für das Jahr 2007 prognostizierte Vergütungssatzanpassung von 4,1% erreichen konnten. Weiterhin geht das Gutachten davon aus, dass die Auswirkungen des Arbeitszeitgesetzes (Bereitschaftsdienst) oder klinikspezifische Aspekte zusätzlich gesondert zu verhandeln sind, und es wird darauf hingewiesen, dass die aktuellen Kostenentwicklungen, wie die Inflationsrate (ca. 3% +) und die Lebensmittelkosten (ca. 10% +), deutlich über den Ansätzen des Gutachtens liegen. Aus verfahrenstechnischen Gründen sind im GEBERA-Gutachten die Investitionskosten nicht berücksichtigt. Da für diesen Kostenbereich bislang noch keine Kalkulationsgrundlage und Lösungen für eine angemessene Berücksichtigung in den Vergütungssätzen vorliegen, hat die GEBERA ein Arbeitspapier erarbeitet.Vertreter der AG MedReha haben in einem Gespräch im Dezember 2007 Vertretern der DRV Bund das Gutachten und das Arbeitspapier vorgestellt. Die Vertreter der DRV Bund akzeptierten Vergütungssatzanpassungen bis zu 2,27% und sagten zu, dass Arbeitspapier intern zu beraten und zu diskutieren.

