Vorschläge des BDPK zur Weiterentwicklung der medizinischen Rehabilitation
6. Altenbericht der Bundesregierung: Statt Reha in die Pflege abgeschoben! BDPK legt Lösungsvorschläge zur Umsetzung des Grundsatzes "Reha vor Pflege" sowie weitere Vorschläge zur Verbesserung der Versorgung vor.
Der Altenbericht der Bundesregierung verweist auf die Problematik, dass die Krankenkassen aus wirtschaftlichen Gründen medizinisch notwendige Leistungen zur medizinischen Rehabilitation für ältere Menschen häufig nicht erbringen. Ausgelöst wird das Problem durch die bestehende Trennung und den fehlenden Finanzausgleich zwischen gesetzlicher Kranken- und Pflegeversicherung. Dabei ist durch zahlreiche Studien und auch durch den 6. Altenbericht der Bundesregierung belegt, dass durch eine qualifizierte medizinische Rehabilitation die Pflegebedürftigkeit vermieden oder zumindest um Monate, wenn nicht Jahre hinausgeschoben werden könnte. Um diese Diskrepanz zwischen Gewolltem und Erreichtem zu beseitigen, muss durch gesetzliche Änderungen ein Finanzausgleich zwischen Kranken- und Pflegeversicherung geschaffen werden, der den Krankenkassen finanzielle Anreize für vermiedene Pflegebedürftigkeit gibt.
Der BDPK hat seine Vorschläge zur Umsetzung des Finanzausgleiches sowie weitere Vorschläge zur Weiterentwicklung der medizinischen Rehabilitation der Politik vorgelegt. Hintergrund ist die für das Jahr 2011 geplante Gesetzgebung zur Verbesserung der Versorgung.
Die wesentlichen Vorschläge sind neben dem Finanzausgleich zwischen Pflege-und Krankenversicherung für Leistungen zur Vermeidung von Pflegebedürftigkeit eine faire Ausgestaltung der Wettbewerbsbedingungen zwischen Krankenkassen und Rehabilitationseinrichtungen, die Stärkung der Rolle des niedergelassenen Arztes bei der Verordnung von Vorsorgeleistungen sowie die mögliche Einbindung von Ärzten aus Rehabilitationskliniken in die ambulante Versorgung in unterversorgten Gebieten.
Die entsprechenden Dokumente können hier heruntergeladen werden.

