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Ernstzunehmendes Defizit

Bei den Rehabilitationskliniken in Deutschland besteht ein ernstzunehmendes Finanzierungsdefizit. Zu diesem Ergebnis kommt ein Ende Oktober 2010 vorgelegtes Wirtschaftsgutachten, das auf der Grundlage differenzierter Analysen zum Teil erhebliche Abweichungen zwischen den durchschnittlichen Kostensteigerungen und den durchschnittlichen Vergütungssatzsteigerungen der Kliniken festgestellt hat. Besonders drastisch stellt sich die Situation im Bereich der GKV-Finanzierung dar. Das Gutachten steht am Ende dieser Seite zum Download zur Verfügung.

Erstellt wurde das von der AG Med Reha beauftragte Gutachten von der GEBERA - Gesellschaft für betriebswirtschaftliche Beratung mbH, Düsseldorf, die  bereits in den vergangenen Jahren mit hoher Präzision die Kostenentwicklungen von stationären Reha-Einrichtungen untersucht und prognostiziert hatte. Das jetzt vorgelegte Gutachten  zeigt die aktuellen Veränderungen der Rahmenbedingungen, die insbesondere die Kostensituation der Rehabilitationseinrichtungen für das Jahr 2011 betreffen. Gleichzeitig wurden Veränderungen der Kostensituation der letzten Jahre den Vergütungssatzentwicklungen gegenübergestellt.

Vergütungssätze 2011 müssen um 2,1 bis 2,6 Prozent steigen


Mit einer als „sehr hoch” einzuschätzenden Prognosesicherheit hat das GEBERA-Gutachten für das Jahr 2011 ermittelt, dass die notwendigen Vergütungssatzsteigerungen für die Kliniken in einer Höhe zwischen 2,1 und 2,6 Prozent liegen. Die dazu in einer Modellrechnung dargestellten Entwicklungen betreffen nur exogene Faktoren, also solche, auf die die Rehabilitationseinrichtungen keinen direkten Einfluss haben. Die getroffenen Annahmen sind eher konservativ. Anders als bei den Vorgutachten wurde auf Prognosen der Folgejahre verzichtet, weil die Praxis zeigt, dass Prognosen der Kostenentwicklungen für längere Perioden nicht die Dynamik der wirtschaftlichen und politischen Situation ausreichend antizipieren können.

Im Vorfeld des Gutachtens hatten die Wirtschaftsexperten eine schriftliche Befragung der in den Verbänden organisierten Rehabilitationskliniken über die Höhe und Entwicklung der Vergütungssatzhöhen in den letzten Jahren durchgeführt. Diese Befragung hat ergeben, dass ein ernstzunehmendes Finanzierungsdefizit der medizinischen Rehabilitationsklinken besteht.
Vor diesem Hintergrund stellen die berechneten Steigerungsraten aus Sicht der Gutachter eine Mindestforderung dar. Eine weitere Unterfinanzierung des rehabilitativen Sektors würde sich für viele Leistungsteilnehmer existenzbedrohend auswirken.

Das Gutachten wird wie in den Jahren zuvor allen Rehabilitationsträgern zur Verfügung gestellt und der Deutschen Rentenversicherung Bund im November von den Gutachtern und Vertretern der AG MedReha erläutert. Zudem kann das vollständige Gutachten hier im PDF-Format heruntergeladen werden.

Do, 24.Mai.12

Seminar zum Thema "Die Klinik der Zukunft"

Weimar
Veranstalter: Verband der Privatkliniken in Thüringen e.V.

Mi, 27.Jun.12

Sitzung des Fachausschusses Tarif- und Personalfragen

Berlin
Veranstalter: bdpk

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Modell 21

BDPK-Konzept zur Gestaltung der Krankenhausfinanzierung

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