Die Krankenhaus-Versorgung in Deutschland
Aktuell gibt es in Deutschland 2.087 Krankenhäuser mit insgesamt 506.954 Betten, in denen jährlich mehr als 17,1 Mio. Patienten (Behandlungsfälle) von mehr als 1 Mio. Beschäftigten versorgt werden. Damit stehen für jeweils 1.000 Einwohner 6,2 Betten zur Verfügung und pro Bett werden durchschnittlich 2,1 Mitarbeiter beschäftigt.
Die rund 2.100 Krankenhäuser in Deutschland sind im Besitz unterschiedlicher Träger:
- Städtische Kliniken und Kreiskrankenhäuser gehören meist vollständig den entsprechenden Kommunen.
- Freigemeinnützige Krankenhäuser sind zum Beispiel diejenigen des Roten Kreuzes und der kirchlichen Einrichtungen wie der Diakonie und der Caritas.
- Universitätskliniken sind an Hochschulen angegliedert und in der Regel Einrichtungen der Bundesländer.
- Private Krankenhäuser werden von privatwirtschaftlichen Personen- oder Kapitalgesellschaften geführt.
Der Begriff „Privatkliniken“ für Krankenhäuser in privater Trägerschaft kann missverstanden werden: Es werden in diesen Häusern nicht nur Privatpatienten behandelt. Tatsächlich ist die Zahl der Krankenkassenpatienten bei Krankenhäusern aller Trägerformen annähernd gleich.
Seit Beginn der neunziger Jahre wandelt sich die Struktur der Krankenhausversorgung. Die Anzahl der Krankenhäuser ging von 1991 bis 2007 um 14 Prozent zurück, die Zahl der Betten sank um 24 Prozent und die Verweildauer verkürzte sich um 42 Prozent. Die Zahl der öffentlichen Krankenhäuser ist von 1996 bis 2007 um 31,3 Prozent und die der freigemeinnützigen um 18,8 Prozent gesunken, während die Zahl der Krankenhäuser in privater Trägerschaft um 40,6 Prozent angestiegen ist. Die nachstehenden Schaubilder machen die Entwicklung deutlich.





