BDPK
15. März 2010  

Der BDPK - Philosophie, Aufgaben und Geschichte

Der BDPK (Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V.) vertritt mit seinen Landesverbänden die Interessen von Akutkrankenhäusern und Rehabilitations-/Vorsorge-Kliniken in privater Trägerschaft. Wir informieren Sie gerne über Aufgaben, Struktur und Geschichte des Verbandes.

Die Philosophie

Die Klinikunternehmen im BDPK wissen, dass Gesundheit eine entscheidende Grundbedingung für eine intakte Gesellschaft ist. Die Aufgabe des deutschen Gesundheitssystems - und damit auch der Kliniken - ist die optimale Erfüllung dieser Grundbedingung. Aktuell geschieht dies in Deutschland mit einer weltweit führenden, hochwertigen medizinischen Versorgung für alle - unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten des Einzelnen. Krankenhäuser und Reha-Kliniken sind Leistungsträger dieses Systems, das nach Überzeugung aller Verantwortlichen weiterentwickelt werden muss, damit auch für kommende Generationen eine optimale gesundheitliche Versorgung zu bezahlbaren Preisen garantiert ist. Voraussetzungen dafür schafft ein Ordnungsrahmen, der bei allen Akteuren Anreize für das Streben nach bester Qualität und Effizienz setzt. Dieses Bekenntnis zu einem marktwirtschaftlichen Leistungsprinzip bedeutet für die privaten Klinkunternehmen im BDPK:

Patientenorientierung: Die Kenntnis der Patienten-Bedürfnisse entscheidet ganz maßgeblich über das medizinische Angebot, mit dem die Kliniken das Vertrauen der Patienten gewinnen und rechtfertigen. Diese Ausrichtung ist die Basis für unternehmerischen Erfolg.

• Erfolg als Existenzgrundlage: Kliniken müssen wirtschaftlich erfolgreich sein dürfen, denn stabile und positive Erträge sind die Voraussetzung für Qualität und für das Versorgungsniveau. Sie ermöglichen die Entwicklung neuer Angebote, die den Patienten-Bedürfnissen entsprechen.

• Innovationen machen Spitzenmedizin bezahlbar: Investitionen ermöglichen Innovationen, wissenschaftlichen Fortschritt und Attraktivität des medizinischen Angebots, die sich in der klinischen Praxis in verschiedenen Formen darstellen:  in der Gestalt motivierter und qualifizierter Mitarbeiter, als effektive Technik und durch rationelle klinische Kernprozesse, wie kurze Wege durch eine kompakte bauliche Plattform, interdisziplinäre Leistungsbereiche, Beseitigung von Engpässen in den Pflegestufen und eine konsequente Patienten- und Ablauforientierung.

Mitarbeiter als Partner:Eine Klinik lebt  durch ihre Mitarbeiter. Alle klinischen Handlungen sind mit den persönlichen und fachlichen Qualifikationen der Mitarbeiter verbunden. Deshalb bieten die privaten Klinkunternehmen im BDPK ihren Mitarbeiter attraktive Entwicklungsmöglichkeiten und binden sie in die Gestaltung der Prozesse aktiv ein.

• Bedarfsgerechte Strukturen:Die Bedürfnisse der Patienten erfordern komplexe medizinische Angebote, die über einzelne Versorgungssektoren hinausgehen. Deshalb fördern die Kliniken eine Zusammenarbeit der Sektoren zum Wohle des Patienten.

Die Aufgaben

Der BDPK und seine 12 Landesverbände vertreten auf der Bundes- und Landesebene die rechtlichen und politischen Interessen ihrer Mitglieder. Dazu ist der Verband bei Gesetzgebungsverfahren anhörungsberechtigt und gleichzeitig auf der Ebene der Selbstverwaltung maßgebliche Spitzenorganisation im Sinne der sozialgesetzlichen Regelungen. Der BDPK und seine Landesverbände vertreten ihre Mitglieder in allgemeinen wirtschaftlichen und sozialen Interessen nach außen. Sie unterstützen ihre Mitgliedsunternehmen in Sach- und Rechtsfragen, bieten Hilfen in betriebswirtschaftlichen Fragen und informieren über politische und rechtliche Entwicklungen. Bundesverband und Landesverbände sind Tarifpartner auf Bundes- bzw. Landesebene.

Die demographische Entwicklung der Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland ist geprägt von einer zunehmenden Anzahl älterer Menschen und einer gleichzeitigen Verschiebung der epidemiologischen Ausgangssituation von akuten hin zu chronischen und lebenslang zu versorgenden Erkrankungen. Dies stellt die Finanzierung des bundesdeutschen Gesundheitssystems vor schwerwiegende Probleme. Nach Ansicht vieler Experten ist ein weiterer Anstieg der Aufwendungen für die gesundheitliche Versorgung der bundesdeutschen Bevölkerung wirtschafts- und arbeitsmarktpolitisch nicht mehr zu vertreten.

Eine finanzierbare Gesundheitsversorgung auf qualitativ höchstem Niveau ist trotz der oben beschriebenen Probleme die Zielsetzung der im BDPK organisierten Akut-, Rehabilitations- und Vorsorgekliniken in privater Trägerschaft. Sie kann nur sichergestellt bleiben, wenn die Effizienz der gesamten medizinischen Versorgung deutlich gesteigert wird. Neben der Gestaltung rationaler Organisationsstrukturen des gesamten Versorgungssystems bedarf es hierfür auch effizienter Organisationsstrukturen bei den einzelnen Leistungserbringern. Eine konsequente wettbewerbliche Orientierung der Anbieter ist – wie in anderen Bereichen des Wirtschaftslebens auch - die Triebfeder für eine permanente Verbesserung der Behandlungsergebnisse unter Beachtung des hierfür nötigen Ressourceneinsatzes. Diese Überzeugung ist seit jeher Maßstab für das tägliche Handeln in Akut-, Rehabilitations- und Vorsorgekliniken in privater Trägerschaft. Gerade im Bereich der öffentlichen Kliniken ist diese Grundeinstellung häufig noch fremd. Deshalb werden die privaten Klinikbetreiber manchmal argwöhnisch und kritisch aber insgeheim auch mit Respekt beobachtet. Des BDPK fordert von der Politik die Schaffung rechtlicher Rahmenbedingungen, die eine wettbewerbliche Ausrichtung der Leistungserbringung im Gesundheitswesen mit einem eindeutigen Fokus auf die Qualität der Behandlungsergebnisse sicherstellt.

Für die öffentliche Hand wird es zukünftig immer schwieriger werden, die notwendigen Ausgaben, insbesondere Investitionen für Innovationen im Gesundheitswesen, zu finanzieren. Daher ist es nicht nur erforderlich die medizinisch notwendigen Leistungen wirtschaftlich zu erbringen, sondern gleichzeitig auch auf privates Kapital zurückzugreifen.

Die Geschichte

Entstanden ist der BDPK aus seinen Landesverbänden, die ihn auch heute tragen. Die ersten Verbände privater Klinikunternehmen gründeten sich vor 60 Jahren in Bayern und Baden-Württemberg, kurze Zeit später entstand gemeinsam mit weiteren Landesverbänden der BDPK als Dachverband. Während die Rehabilitationskliniken in Deutschland schon immer weit überwiegend in privater Trägerschaft waren, befindet sich der deutsche Krankenhausmarkt derzeit in einer grundlegenden Umstrukturierung. Gerade im Bereich des öffentlichen Krankenhaussektors machen sich die zunehmenden finanziellen Engpässe und mittlerweile erhebliche Investitionsstaus in der Form bemerkbar, dass immer mehr kapitalstarke private Krankenhausträger defizitäre Krankenhausstrukturen übernehmen, diese privatisieren und wirtschaftlich konsolidieren. Das private Unternehmertum wird neben dem ohnehin schon in privater Trägerschaft  befindlichen Rehabilitationsmarkt auch in der Krankenhauslandschaft erheblich zunehmen. Ihr Marktanteil liegt im Jahr 2007 bereits bei ca. 28 %.
Di, 16.Mär.10

IQMG Seminar "Grundlagen der DIN EN ISO 9001"

Berlin
Veranstalter: IQMG GmbH

Mo, 22.Mär.10

2. Sitzung des Fachausschusses "Krankenhäuser"

Berlin
Veranstalter: BDPK

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Modell 21

BDPK-Konzept zur Gestaltung der Krankenhausfinanzierung

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BDPK-Geschäftsbericht 2008/2009

TITEL_GB_08_09_kleinDer aktuelle Geschäftsbericht des BDPK fasst  in sieben Kapiteln die politische Arbeit des Verbandes zusammen und beinhaltet einen Sonderdruck mit Beiträgen zum Qualitätsmanagement der Klinikunternehmen. Druckexemplare können bei der BDPK-Geschäftsstelle angefordert werden. Eine PDF-Version steht zum Download zur Verfügung. ->mehr



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