BDPK
 

Seite weiterleiten

Seite weiterleiten










(Aus-) Wege aus der Staatsmedizin

BDPK überreicht Staatsministerin Stewens Konzept für eine zukunftssichernde Krankenhausfinanzierung im 21. Jahrhundert

München, 27.06.2007. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung zum diesjährigen Bundeskongress des Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken e. V. (BDPK) überreicht der Präsident Karl Heinrich Rehfeld der Bayerischen Staatsministerin Christa Stewens einen konkreten Vorschlag zur Ausgestaltung des ordnungspolitischen Rahmens für Krankenhäuser ab 2009. „Mit dem „Modell 21“ geben wir einen praktikablen Weg vor, wie die Umstellung auf eine monistische Krankenhausfinanzierung im 21. Jahrhundert schrittweise und behutsam erfolgen kann, ohne in die Kompetenzen der Länder einzugreifen“, erläutert Rehfeld das Konzept einer regionalen Monistik, das in enger Zusammenarbeit mit dem RWI Essen entstanden ist.

Die letzte Gesundheitsreform hat den Krankenhäusern neue staatliche Reglementierungen beschert, deren Auswirkungen sich noch in vollem Ausmaß durch die anstehenden Pflichtzahlungen zur Sanierung der gesetzlichen Krankenversicherung in Höhe von 380 Mio. Euro entfalten werden. „Dieser Willkürakt hat das Vertrauen der Krankenhäuser in eine zukunftssichernde Gestaltungskraft der Gesundheitspolitik zutiefst erschüttert“, so Rehfeld. Deshalb appelliert er an das Verantwortungsbewusstsein der Politiker, bei der nächsten nun anstehenden großen Reform für die Krankenhäuser das Ziel der Sicherstellung einer leistungsfähigen wohnortnahen und bedarfsgerechten Krankenhausversorgung nicht aus den Augen zu verlieren. „Das Unternehmen Krankenhaus ist mit der dualistischen Finanzierung nicht fit für den Wettbewerb. Krankenhäuser müssen, wie in anderen Wirtschaftsbereichen üblich, über ihre Investitionen selbst entscheiden können. Darum brauchen wir die monistische Krankenhausfinanzierung“, macht Rehfeld zur Bedingung.

Das „Modell 21“ zeigt auf, dass ein Umstieg in die Monistik mit dem Fokus auf Verteilungsgerechtigkeit durchaus der jeweiligen regionalen Fördersituation und den Interessen der einzelnen Bundesländer Rechnung tragen kann. Zugleich wird der Weg zu einem offenen und fairen Vertragswettbewerb eröffnet, bei dem den Beteiligten schrittweise mehr Risiko und Verantwortung übertragen wird. - Vorausgesetzt, sie beweisen, dass sie verantwortungsvoll mit ihrer Freiheit zum Wohle des Patienten umgehen können. Einschränkungen der freien Wahl des Patienten unter den zugelassenen Krankenhäusern lehnt der BDPK konsequent ab.

Noch bis zum 29. Juni diskutiert der BDPK in München mit maßgeblichen Playern der Gesundheitspolitik auf Landes- und Bundesebene über die Grundwerte des deutschen Gesundheitswesens und die Eckpunkte der weiteren Entwicklung der Rahmenbedingungen für Krankenhäuser und Reha-Kliniken. Denn bis zum Wahljahr 2009 ist es nicht mehr weit und die Weichen werden jetzt schon gestellt. Spannende Fragen sind zu beantworten: Was heißt überhaupt Staatsmedizin? Und: ist Deutschland überhaupt auf dem Weg dorthin? Wie viel Einfluss darf und muss der Staat auf das Gesundheitswesen nehmen? Ist staatlicher Dirigismus die adäquate Antwort auf die sich abzeichnende Mittelknappheit? Darüber hinaus werden in Vorträgen und Workshops aktuelle Themen wie Qualitätssicherung, Arbeitszeit, Energieversorgung und Markenbildung behandelt.


Hintergrundinformation:

Was leisten unsere Krankenhäuser? Krankenhäuser sichern mit einem Gesamtumsatz von 60 Milliarden € und 1,1 Millionen Beschäftigten die Flexibilität und Leistungsfähigkeit der deutschen Bevölkerung. Sie gewährleisten den in Deutschland immer kostbarer werdenden „Produktionsfaktor Arbeit“. Krankenhäuser zählen zu den größten und vielseitigsten Ausbildungsbetrieben in Deutschland. Sie geben jungen Menschen Zukunftsperspektiven.

Worauf es wirklich ankommt: Sicherheit für die deutsche Bevölkerung, an 24 Stunden am Tag und 365 Tagen im Jahr, Heiligabend ebenso wie Ostersonntag, egal ob Mittwochnachmittag, abends um 22 Uhr oder nachts um 3 Uhr. Egal ob auf Helgoland oder in München oder in Berlin. Krankenhäuser sind immer da, sie retten, helfen, versorgen und heilen!

Christa Stewens
Bild in druckfähiger Auflösung

v.l.n.r., Dr. Ulrich Wandschneider, 1. Vizepräsident des BDPK u. Vorstandsvorsitzender der MediClin AG, Thomas Bublitz, Hauptgeschäftsführer des BDPK, Staatsministerin Christa Stewens, K. Heinrich Rehfeld, Präsident des BDPK

Ihr Ansprechpartner:

Thomas Bublitz
Hauptgeschäftsführer des
Bundesverbandes
Deutscher Privatkliniken e.V.
Friedrichstraße 60
10117 Berlin
Tel.: 0 30 - 2 40 08 99 -0
Fax: 0 30 - 2 40 08 99 -30
Email: info@bdpk.de
http://www.bdpk.de

Der Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK) vertritt seit über 50 Jahren die Interessen von mehr als 1.000 Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken in privater Trägerschaft. Er ist damit maßgeblicher Spitzenverband dieser privatwirtschaftlich tätigen Leistungserbringer und flankiert die zunehmende Privatisierung im deutschen Gesundheitsmarkt. Der BDPK steht für Qualität, Innovation und Wirtschaftlichkeit in der stationären Versorgung.

Do, 24.Mai.12

Seminar zum Thema "Die Klinik der Zukunft"

Weimar
Veranstalter: Verband der Privatkliniken in Thüringen e.V.

Mi, 27.Jun.12

Sitzung des Fachausschusses Tarif- und Personalfragen

Berlin
Veranstalter: bdpk

-> Weitere Termine

Modell 21

BDPK-Konzept zur Gestaltung der Krankenhausfinanzierung

weiterlesen ->


Sprungmarken





URL dieser Seite: http://www.bdpk.de/privatkliniken.php/aid/76/cat/28/start/60