BDPK
 

Seite weiterleiten

Seite weiterleiten










Klassifikationssystem für Leistungen der medizinischen Rehabilitation (Reha-Klassifikationssystem)

Zwei Projekte zur Entwicklung eines Reha-Klassifikationssystems

Die Vergütung von Reha-Leistungen erfolgt derzeit in Form von indikationsspezifischen Tagessätzen oder Indikationsfallpauschalen. Dabei werden weder Schweregrad oder
Komorbidiät im Einzelfall noch die Zusammensetzung des Patientenspektrums innerhalb der Klinik berücksichtigt. Ein Reha-Klassifikationssystems soll die Möglichkeit der Definition von Leistungen der medizinischen Rehabilitation und deren bedarfsgerechter Vergütung schaffen.

Die zwei aktuellen Projekte zur Entwicklung eines Reha-Klassifkationssystems sind in unmittelbarer Nähe zum BDPK angesiedelt und werden von diesem begleitet. Das
Projekt zur Entwicklung von Rehabilitandenmanagementkategorien/RMK der Charité Berlin ist u.a. von den im BDPK vertretenen Klinikgruppen MEDIAN Klinken, MediClin AG und Paracelsus- Kliniken beauftragt. Auftraggeber des Projektes zur Entwicklung von RehabilitationsBehandlungsruppen/RBG sind neben einigen Krankenkassen die Verbände der Privatkliniken in Bayern, Schleswig- Holstein und Thüringen.

Das Projekt zur Entwicklung einer leistungsorientierten, fallgruppenspezifischen Vergütung in der Rehabilitation von Prof. Dr. Günter Neubauer vom Institut für Gesundheitsökonomik (IfG) in München ist seit April 2008 abgeschlossen. Das Institut hat sogenannte Rehabilitationsbehandlungsgruppen (RBG) für die Anschlussrehabilitation in den Bereichen Orthopädie und Kardiologie gebildet.

Im einzelnen wurden zunächst 7 Basis-RBG für die Anschlussrehabilitation Orthopädie und 10 Basis RBG für die Anschlussrehabilitation Kardiologie ermittelt. Durch eine weitere Unterteilung nach dem Schweregrad, die aufgrund des Barthel- Index (Orthopädie)  sowie FIM – Functional Independence Measure und Komplikationenindex (Kardiologie) durchgeführt wurde, konnten 12 Schweregrad- RBG (S-RBG) in der Orthopädie und 13 S-RBG in der Kardiologie unterschieden werden.

Für jede S-RBG wurden typische Kosten berechnet und in Relation zueinander gesetzt. Dies erfolgte unter der Vorgabe der Kostenneutralität für die Krankenkassen, während Erlösveränderungen bei einzelnen Kliniken auftreten können. Die innerhalb der jeweiligen RBG zu erbringenden Leistungen sind nicht definiert. Weitere Informationen können dem Abschlussbericht entnommen werden.

Das Projekt zur Entwicklung von Rehabilitanden- Management- Kategorien (RMK) durch die Charité Berlin unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Werner Müller-Fahrnow soll bis Ende des Jahres 2008 abgeschlossen sein. Die Deutsche Rentenversicherung beteiligt sich an dem Projekt, indem sie Daten zur Verfügung stellt, mit ausgewählten Kliniken an der Implementationserprobung teilnimmt und das Projekt durch Beteiligung am „Lenkungsausschuss“ begleitet.

Das Projekt bezieht sich auf die Fachbereiche Kardiologie, Orthopädie und Suchtrehabilitation. Die Zuordnung zu einer RMK umfasst den Behandlungsbedarf des Rehabilitanden sowie die für ihn notwendigen Behandlungsprozeduren. Die Zuordnung zu den RMK erfolgt in zwei Schritten: Zunächst wird der Patient einer RMK- Bedarfsgruppe zugeordnet. Dies erfolgt auf der Grundlage der klinischen Diagnose unter Berücksichtigung der ICF und der Auswertung eines Patientenfragebogen, in dem aus gängigen Assessmentverfahren 32 Fragen mit somatischer, psychischer und sozialmedizinischer Dimension zusammengestellt wurden. Im zweiten Schritt werden der Bedarfsgruppe die notwendigen Behandlungsprozeduren auf den Grundlagen KTL, ETM/ ZZM, AWMF-LL im Sinne einer Standardtherapie zugeordnet. Dies erfolgt auf der statistischen Auswertung der bisher erbrachten Leistungen in den der Analyse zugrunde liegenden Kliniken. Die finanzielle Bewertung der RMK ist in einem Folgeprojekt der DRV- Bund geplant.


Sprungmarken




Unsere Partner


URL dieser Seite: http://www.bdpk.de/privatkliniken.php/aid/50/cat/1