BDPK
 

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Zukunftsaufgaben positiv annehmen und lösen

Vertreter der privaten Klinikunternehmen haben auf ihrem Bundeskongress Mitte Juni 2010 in Berlin auf "intelligente Sparpotenziale" im Gesundheitswesen hingewiesen. Diese sind kurzfristigen Sparmaßnahmen vorzuziehen, mit denen dem demografischen Wandel nicht begegnet werden kann.

01_Pol-Auftakt_051_WDurch die Vermeidung von unnötigen Pflegefällen und eine bessere Vernetzung der medizinischen Versorgungssektoren ließe sich das Milliardendefizit  der Gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung erheblich reduzieren und die „Mega-Herausforderung  Pflege“ bewältigen. Nach Überzeugung von  Klinikärzten und -managern würden damit langfristig bessere und wirksamere Effekte erzielt als mit Nullrunden oder Zwangsrabatten. Auf ihrem Bundeskongress in Berlin appellierten deshalb Vertreter der 1.000 Krankenhäuser und Rehabilitationskliniken in privater Trägerschaft an die Gesundheitsexperten der Regierungskoalition, sich bei ihren weiteren Gesprächen über Kostensenkungen und alternative Finanzierungsmodelle auf vorhandene  „intelligente Sparpotenziale“ zu konzentrieren.

„Sparen ist notwenig, aber selbst alle dazu von der Gesetzlichen Krankenversicherung gemachten Vorschläge geben keine adäquaten Antworten auf die bevorstehenden gesellschaftlichen Herausforderungen,“ meinte die Präsidentin des Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken (BDPK) im Rahmen einer Podiumsdiskussion beim BDPK-Bundeskongress in Berlin.

„Dies gilt im Besonderen für den sich schon jetzt abzeichnenden Pflege-Tsunami,“ so Nebel.  Deshalb sei es bereits jetzt notwendig, zukunftsweisende Konzepte zu entwickeln und umzusetzen, die Lösungen zur Problematik bieten. Sie verwies dazu auf die bereits seit einem Jahr vorliegenden Konzepte des BDPK, mit denen die qualifizierte medizinische Rehabilitation gestärkt und Pflegebedürftigkeit vermieden werden könne.


Kritisch äußerte sich BDPK-Vizepräsident Dr. Ulrich Wandschneider über die Vorstellungen der Regierungskoalition zu den medizinischen Versorgungsstrukturen, mit denen der begonnene Abbau von Sektorengrenzen wieder rückgängig gemacht werde: „Die wahren Einsparpotenziale im Gesundheitswesen liegen nicht bei den Ärzten oder bei den Krankenhäusern sondern zwischen ihnen. Deshalb muss die medizinische Versorgung durch eine intensive Kooperation der Leistungsanbieter gestärkt werden,“ so Wandschneider. Dies entspreche zudem auch den Versorgungsbedürfnissen der Menschen.


Dazu gehört nach den Vorstellungen des BDPK auch die intelligente Weiterentwicklung der gesetzlichen Eigenbeteiligung von Patienten, deren Konturen BDPK-Vizepräsident Eugen Münch aufzeigte: „Die souveräne Verbraucherrolle der Patienten wird gekräftigt, wenn sie die Höhe der Behandlungskosten kennen und an ihnen auch prozentual beteiligt sind. Dabei ist klar, dass die starken Schultern mehr tragen sollten als die schwachen.“ Gleichzeitig steige damit, so Münch, der Wettbewerbsdruck auf die Leistungserbringer, Qualität und Service ihrer Angebote stetig zu verbessern.


Damit die Einsparvorschläge von heute keine Erblast für folgende Generationen werden, dürfen nach Auffassung der privaten Klinikträger gegenwärtige und zukünftige gesellschaftliche Entwicklungen nicht ausgeklammert werden. Dazu gehört die Tatsache, dass durch die demographische Entwicklung, durch die Zunahme chronischer, oft lebenslang zu behandelnder Erkrankungen und durch den medizinischen Fortschritt die Notwendigkeit und Inanspruchnahme medizinischer Leistungen zukünftig weiter zunehmen wird. Diese Aufgaben positiv anzunehmen und zu lösen – dazu sind die Krankenhäuser in privater Trägerschaft bereit.

 

Die Presseinformation zum Abschluss des BDPK-Bundeskongress 2010 können Sie hier herunterladen.

Weitere Bilder und Berichte vom Kongress finden Sie hier ->weiter

Do, 24.Mai.12

Seminar zum Thema "Die Klinik der Zukunft"

Weimar
Veranstalter: Verband der Privatkliniken in Thüringen e.V.

Mi, 27.Jun.12

Sitzung des Fachausschusses Tarif- und Personalfragen

Berlin
Veranstalter: bdpk

-> Weitere Termine

Modell 21

BDPK-Konzept zur Gestaltung der Krankenhausfinanzierung

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