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Gutachter: Reha-Kosten steigen

Die Spitzenverbände der Reha-Leistungserbringer haben ein Gutachten erstellen lassen, das für das Jahr 2009 eine durchschnittliche Kostensteigerung von 4,52% für die medizinischen Rehabilitationseinrichtungen prognostiziert.

Der BDPK gehört zusammen mit anderen Spitzenverbänden der Reha-Leistungserbringer einer gemeinsamen Interessenvertretung an, der "AG MedReha". Zu den Projekten der AG MedReha gehört unter anderem die jährliche Beauftragung eines unabhängigen Gutachtens, das die aktuelle und perspektivische wirtschaftliche Situation der Einrichtungen im Bereich der medizinischen Rehabilitation untersucht und darstellt. Ausgeführt wird dieses Gutachten bereits seit einigen Jahren von der GEBERA – Gesellschaft für wirtschaftliche Beratungen mbH, die jetzt ihre aktuelle Studie für das Jahr 2009 vorgelegt hat. Darin werden die zu erwartenden Veränderungen der Rahmenbedingungen aufgezeigt, die insbesondere die Kostensituation der Rehabilitationseinrichtungen betreffen.

Aus der konservativen Prognoserechnung der Gutachter ergibt sich für das Jahr 2009 ein Kostensteigerung-Korridor von 3,5 Prozent bis 5,5 Prozent.  Bei diesen Werten wird unterstellt, dass die Kliniken die in den vergangenen Gutachten empfohlenen durchschnittlichen Vergütungssteigerungen bereits realisiert haben - was aber nur selten wirklich der Fall ist.

Die Mindeststeigerungsrate von 3,5% basiert auf den im Durchschnitt für das Jahr 2009 erwarteten Steigerungsraten. Die im Jahr 2008 tatsächlich eingetretenen Kosten, insbesondere im Bereich der Personalaufwendungen und Energiepreise, waren höher als die im letzten Gutachten prognostizierten Kosten. Deshalb berücksichtigt der maximale Prognosewert von 5,5% diese nicht eingeflossenen Steigerungsraten. Im Durchschnitt prognostiziert das GEBERA-Gutachten für das Jahr 2009 eine Kostensteigerung von 4,52% für die medizinischen Rehabilitationseinrichtungen.

Die Modellrechnung mit Stand September 2008 basiert auf Daten von Rehabilitationseinrichtungen unterschiedlicher Fachrichtungen und berücksichtigt die in der Zukunft absehbaren Kostensteigerungen. Die dargestellten Entwicklungen betreffen nur exogene Faktoren, also solche, auf die die Rehabilitationseinrichtungen keinen direkten Einfluss haben.

Im Abschnitt „Aktualisierte Modellrechnung“ haben die Gutachter die Veränderungsraten der einzelnen Gewinn- und Verlustrechnungs(GuV)-Positionen für die Jahre 2009-2012 detailliert aufgelistet. Somit ist es auch für Kliniken mit einer abweichenden Musterverteilung der GuV-Positionen möglich, ihre individuellen Steigerungsraten zu berechnen.

Wie in den letzten Jahren werden Vertreter der AG MedReha und der GEBERA das aktualisierte Gutachten der DRV Bund im November vorstellen. Auch den anderen Leistungsträgern wird das Gutachten zur Verfügung gestellt.


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