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Der Markt schliesst die Lücken
Zwischen Ökonomie und Medizin besteht kein Widerspruch. Vielmehr trägt die Ökonomie dazu bei, dass kostbare Ressourcen im Gesundheitswesen sinnvoll und effizient eingesetzt werden - zum Nutzen der Patienten und der Gesellschaft. Das ist die zentrale Botschaft vom diesjährigen BDPK-Bundeskongress, der vom 11. bis 13. Juni 2008 in Kiel stattfand.

Mit seinem Kongress in Kiel hat der BDPK gezeigt, dass die bevorstehenden Herausforderungen des deutschen Gesundheitswesens am besten bewältigt werden können, wenn der Gestaltungskraft des Marktes noch mehr vertraut wird. An den beiden Kongresstagen diskutierten in Kiel rund 200 Experten, darunter Patientenvertreter und Sozialverbände, Mediziner und ärztliche Standesvertreter, Vertreter von Krankenkassen und der Rentenversicherung, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler sowie Krankenhausmanager.
Welche Wirkung die Kräfte des Marktes selbst bei sehr enger Regulierung entfalten können, macht das Beispiel Krankenhäuser deutlich. In vielen Regionen Deutschlands würden wahrscheinlich gar keine Krankenhäuser mehr existieren, wenn es nicht eine ›Gesundheitsreform durch den Markt‹ gegeben hätte. Private Klinikunternehmen haben in den letzten Jahrzehnten Milliarden investiert, um rund 400 Krankenhäuser aus öffentlicher, meist kommunaler Trägerschaft zu übernehmen und zu modernisieren. Damit stehen für die Behandlung der Patienten hochmoderne Krankenhäuser zur Verfügung, die sonst vermutlich geschlossen worden wären. Die hierzu notwendigen Investitionen haben die Unternehmen nicht getätigt, weil es dazu einen Regierungs-Masterplan gab oder sie der Gesetzgeber dazu aufgefordert hätte, sondern weil sie sich einen Gewinn davon versprochen haben. Und aus diesem Anreiz und Antrieb heraus hat sich im deutschen Gesundheitswesen insgesamt wesentlich mehr verändert und bewegt, als durch jedes Gesetz und jeden Regierungsplan. Das gilt übrigens nicht nur für den stationären Sektor, sondern für das gesamte Gesundheitswesen. Medizinische Entwicklungen und Entdeckungen kommen nicht aus Staaten mit einer Planwirtschaft, sondern werden in der Regel dort „erfunden“, wo man auch etwas damit verdienen kann.
Weitere Berichte und Bilder vom BDPK-Bundeskongress 2008
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