BDPK zum Panorama-Beitrag "Außen hui, innen pfui - Chaos an privaten Krankenhäusern"
BDPK zum Panorama-Beitrag "Außen hui, innen pfui - Chaos an privaten Krankenhäusern"
Panorama Bericht entbehrt jeder Grundlage - Private Klinikbetreiber in Sachen Qualität und Transparenz Vorreiter in Deutschland
Berlin, 27.07.2007. Der BDPK - Bundesverband Deutscher Privatkliniken e. V. kritisiert die einseitige und tendenziöse Berichterstattung des NDR im Politmagazin Panorama am 26.07.2007. Im Gegensatz zu dem im Panorama-Beitrag erweckten Eindruck, ist es gerade den privaten Klinikträgern zu verdanken, dass in vielen Städten und Landkreisen eine wohnortnahe und leistungsfähige Versorgung der Bevölkerung mit Krankenhausleistungen angeboten wird. So investierten private Betreiber in den letzen 5 Jahren fast 2 Milliarden Euro aus eigenen Mitteln in ihre Kliniken. Mit einem Marktanteil von rd. 27% leisten diese Krankenhäuser einen erheblichen Beitrag zur Daseinsvorsorge und das keineswegs nur in lukrativen Geschäftsfeldern. Sie bieten die Behandlung aller Krankheiten und in allen Versorgungsstufen - von dem kleinen Krankenhaus der Grundversorgung auf dem Lande bis hin zur Hochleistungsmedizin in der Universitätsklinik.
„Es ist unredlich und unverantwortlich eine ganze Branche, wie in Panorama geschehen, anhand von vereinzelten Patientenaussagen in Misskredit zu bringen“, erklärt Thomas Bublitz, Hauptgeschäftsführer des BDPK. „Wir erwarten von einer ernstzunehmenden unabhängigen Medienarbeit mehr Sorgfalt und Objektivität. Dieser Bericht ist eher geeignet, Patienten unbegründet zu verunsichern“, so Bublitz weiter. Wie die „Welt online“ bereits am 26.07.2007 berichtete, konnte der Vorwurf des Anstiegs der Patientenbeschwerden seit der Privatisierung der Hamburger Kliniken widerlegt werden. Auch der Hamburger Krankenhausspiegel belegt, dass die medizinische Behandlungsqualität in den Hamburger Asklepios-Kliniken im Vergleich mit anderen Kliniken gut und in vielen Bereichen sogar führend ist. Die Berichterstattung von Panorama erweckt durch Auslassung dieser Fakten den Eindruck, dass hier Ängste geschürt werden sollen und privatisierungsfeindlichen Interessengruppen, insbesondere gewerkschaftsnahen Kreisen, nach dem Mund geredet wird.
Die Kliniken, die von den Kommunen verkauft wurden, waren keineswegs die gut geführten florierenden „Sahnestücke“, sondern in der Regel solche Häuser, die hochverschuldet und von den Ergebnissen jahrelanger Misswirtschaft gebeutelt waren. Hier mussten ineffiziente Strukturen bereinigt und unterlassene Investitionen massiv nachgeholt werden. Das haben private Investoren auch nachhaltig getan. Allein die Klinikgruppen Asklepios, Helios, Rhön und Sana haben in den letzten 5 Jahren insgesamt fast 2 Mrd. Euro ohne staatliche Unterstützung in ihre Krankenhäuser investiert. Die durch die Privatisierung hervorgerufenen zum Teil gravierenden Eingriffe in bisherige Besitzstände finden natürlich nicht nur Befürworter, sondern rufen auch Kritiker auf den Plan.
Alle Krankenhäuser - egal in welcher Trägerschaft - sind dauerhaft auf die Akzeptanz und das Vertrauen der Patienten und der Bevölkerung in ihre Leistungsfähigkeit angewiesen. Mit kurzfristigem Renditestreben ist dieses Ziel nicht zu erreichen. Nur ein gut behandelter zufriedener Patient wird wiederkommen bzw. das Haus weiterempfehlen. Es wundert daher nicht, dass die privaten Kliniken in Sachen Qualität und Transparenz des Leistungsgeschehens Vorreiter sind. Beispielhaften Initiativen privater Klinikketten, die mit der Veröffentlichung ihrer Behandlungsqualität eine neue Ära in Sachen Qualitätstransparenz eingeläutet haben, ist es zu verdanken, dass dieses Thema nun auch auf politischer Ebene aufgegriffen und für alle Krankenhäuser verpflichtend gemacht wird.
„Ich würde mir wünschen“, sagt Bublitz, „dass die Berichterstattung in öffentlichen Sendern sich durchaus kritisch, aber anhand sorgfältiger Recherche und mit der notwendigen Objektivität dem Geschehen widmet. Nur so kann Journalismus seinem Auftrag gerecht werden, einen wirklich wertvollen Beitrag zur Meinungsbildung in der Gesellschaft zu leisten und nicht lediglich zu verunsichern.“
Ihr Ansprechpartner:
Thomas Bublitz
Hauptgeschäftsführer
des
Bundesverbandes
Deutscher Privatkliniken e.V.
Friedrichstraße
60
10117 Berlin
Tel.: 0 30 - 2 40 08 99 -0
Fax: 0 30 - 2 40 08 99
-30
Email: info@bdpk.de
http://www.bdpk.de/
Der Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK) vertritt seit über 50
Jahren die Interessen von mehr als 1.000 Krankenhäusern und
Rehabilitationskliniken in privater Trägerschaft. Er ist damit maßgeblicher
Spitzenverband der privatwirtschaftlich tätigen Leistungserbringer und flankiert
die zunehmende Privatisierung im deutschen Gesundheitsmarkt. Der BDPK steht für
Qualität, Innovation und Wirtschaftlichkeit in der stationären
Versorgung.


